Immer und überall dabei: Groundhopper “Virus” im Interview!
Verfasst von pascal am 02 Feb 2011. unter Allgemein, Fans, Featured, Interviews  Tags: Groundhopping 


Thomas, unter den Austria-Fans besser als “Virus” bekannt (www.fussballvirus.at) , ist 26 Jahre alt, seit seiner Kindheit eingefleischter Austrianer und besucht seit Jahren so gut wie jedes Spiel der Wiener Austria – egal, wo oder wann! Hinzu kommen noch internationale Spiele auf der ganzen Welt oder jene des österreichischen Nationalteams.
Daher ist es wenig verwunderlich, aber trotzdem zum Erstaunen, wenn man sich seine Bilanz ansieht:

Über 800 Spiele (davon rund 600 Austria-Spiele) in über 200 verschiedenen Stadion in 36 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Seit 1998 verpasste er nur drei Meisterschafts-Spiele: Einmal aufgrund der Arbeit, ein anderes Mal aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes sowie aufgrund des “Geisterspiels” gegen Pasching, wo keine Zuseher zugelassen waren. In den letzten acht Jahren gingen zudem nur zwei internationale Austria-Spiele ohne “Virus” über die Bühne, einmal ebenfalls aufgrund eines “Geisterspiels”. Egal, ob auswärts oder zuhause!

1911aktuell.at-Redakteur “pascal” hat das Mitglied des Fanklubs Bulldogs am Mittwochnachmittag, unmittelbar nach seinem Türkei-Trip nach Istanbul sowie ins Austria-Trainingslager bzw. kurz vor einer kleinen Deutschland-Reise zu den drei ausverkauften Derbies Dortmund gegen Schalke, Hamburger Sportverein gegen FC St. Pauli sowie Hertha BSC Berlin gegen Union Berlin getroffen.
Mit uns sprach er über die Wiener Austria, seine etlichen Reisen, die Hölle von Bilbao und vieles mehr!

1911aktuell.at: Hallo, Thomas! Du kommst gerade aus dem Austria-Trainingslager in Antalya-Lara. Wie hat sich die Mannschaft in deinen Augen präsentiert?
Virus: Ich habe leider nur zwei Spiele gesehen. Von Nacer Barazite bin ich wirklich überwältigt und freue mich wirklich, wenn ich ihn wieder spielen sehen darf. Ich hoffe, ich überschütte ihn da nicht zu Unrecht mit Lorbeeren, aber, das, was wir gegen Dinamo Bukarest gesehen haben, war wirklich ein Traum!
Als Problemzone sehe ich nach den Tests die Abwehr. Da hoffe ich wirklich, dass Hoheneder Dragovic gut ersetzen kann. Ich bin sehr froh, dass wir nun endlich Fabian Koch bekommen haben, ich bin mir sicher, dass er den Konkurrenzkampf auf der rechten Außenbahn nochmals steigert. Das wird ganz interessant, wie sich Daxbacher da entscheidet. Aufgrund der guten Neuzugänge bin ich mir sicher, dass der Pfeil nach oben zeigen wird.

Die Austria war in den letzten Jahren immer in Marbella, heuer erstmals nach acht Jahren wieder in der Türkei. Wie empfindest du die dortigen Trainingsbedingungen?
Es ist wirklich unglaublich, was sich da in der Türkei mit den Trainingslagern abspielt. Da sind ca. 1000 Teams unten, wir haben auch andere Mannschaften gesehen. Ilyichivets Mariupol (Ukraine, Anm.), gegen die wir vor ein paar Jahren ja im Europacup spielten, sind wir bei der Sightseeing-Tour in Antalya begegnet. Der FK Minsk (Weissrussland, Anm.), der NK Varazdin (Kroatien, Anm.) und ein südkoreanisches Team wohnte im selben Hotel wie wir Fans.

Du brauchst nur aus deinem Hotel rausgehen und hast schon die Trainingsplätze vor dir. Fast jedes Hotel hat zumindest zwei UEFA-taugliche Plätze. Das Wetter ist auch ideal zum Kicken und an Testspielgegnern mangelt es dir natürlich auch nicht. Zusätzlich ist es, wie Markus Kraetschmer bereits sagte, deutlich billiger als in Spanien.

Seit wann verfolgst du die Austria und besuchst die Spiele?
Ich bin seit 1996 dabei, international auswärts das erste Mal, ich glaube, 2000 in Udine.

Wie hat sich bei dir das enorm große Interesse am Fußball bzw. am Besuchen von allen möglichen Spielen ergeben?
Ich will mich im Fanwesen sozusagen “weiterentwickeln”, möchte andere Sachen sehen: Andere Stadien, andere Fans, eine andere Stimmung. Das fasziniert mich sehr, allen voran Deutschland.

Und warum gerade die Austria?
Daran ist vielleicht mein Vater schuld. (überlegt) Nicht nur vielleicht, eigentlich liegt das sogar ganz sicher an ihm.Als ich noch relativ klein war, hat er immer im Teletext nachgelesen, wie es um die Austria steht, damals war sie sehr weit vorne. Dann habe ich, ohne, dass ich jemals irgendetwas gewusst habe von der Austria, gesagt: ‘Okay, Austria Wien, das taugt mir!’ Und 1996 hat mich dann mein Vater eben das erste Mal ins Stadion mitgenommen und dann bin ich immer mehr in den Verein hinein gewachsen.

Mit wem absolvierst du die zahlreichen Fahrten gewöhnlich?
Das ist immer verschieden. Zuletzt, in Istanbul, war ich beispielsweise alleine unterwegs, wohnte in einer Jugendherberge. In Antalya-Lara traf ich dann die Atzgersdorfer. Bei der Deutschland-Tour in den kommenden Tagen ist ein Linzer dabei. Es ist unterschiedlich, kommt immer drauf an. Bei Länderspielen zum Beispiel tauchen oft Leute auf, denen es nur darum geht, andere Städte und Länder auch zu sehen. Dann gibt es natürlich auch das Standardpublikum, welches du bei jedem Spiel siehst.

So viele Touren nehmen viel Zeit ein. Wie lässt sich das mit deinem Job abstimmen?
Ich habe in meiner Arbeit Gott sei Dank ein Glück, die Leute stehen hinter mir. Meine Vorgesetzten sind begeistert, dass ich so in der welt herum reise. So kann ich mir den Urlaub besser einteilen und oft mit Kollegen tauschen. Manchmal kommt es aufgrund der Arbeit natürlich auch vor, dass ich zehn Minuten zu spät komme oder etwas früher gehen muss.

Manche/r LeserIn fragt sich mittlerweile eventuell bereits, wie du dir das alles leisten kannst…
Ich mache viele Überstunden, dadurch kommt das Geld zusammen. Auf den Reisen selbst versuche ich dann, so wenig Geld wie möglich auszugeben. In Istanbul beispielsweise wohnte ich zuletzt, wie schon gesagt, in einer Jugendherberge und habe für vier Tage umgerechnet 25€ bezahlt. Das ist echt das Mindeste vom Mindesten. Weiters sparst du natürlich auch bei der Eintrittskarte oder beim Essen. Ich muss nicht immer groß essen gehen, manchmal reicht auch eine Wurstsemmel.

Wie viel kostet eine komplette Reise durchschnittlich?
Buh… (denkt nach) Die Deutschland-Tour mit Holland kostet mir jetzt so ungefähr 500-600€.

Wenn man so viele Spiele wie du gesehen hat, kann man doch einen kleinen Vergleich ziehen, beispielsweise in Punkte Infrastruktur, oder?

Da sind wir leider weit hinten. Ich höre immer, dass wir ein Budgetloch aufgrund der Infrastruktur-Investitionen in die Zukunft haben. Für mich sind das keine Investitionen in die Zukunft, sondern Sachen, die man längst tätigen hätte sollen, beispielsweise unter Stronach.
Christoph Daum forderte bereits 2003, dass das Trainingszentrum bzw. die Akademie nach Wien-Favoriten übersiedelt, passiert ist es erst sieben Jahre später. Was für mich jedoch zeigt, dass man in der Post-Magna-Zeit deutlich besser arbeitet als in der besagten Periode.
Den nächsten Schritt sehe ich mit dem Ausbau der Nordtribüne. Mit den Skyboxen kann man viel Geld verdienen, die müssen unbedingt her!

Themenwechsel zu deinen Groundhopping-Reisen bzw. Auswärtsfahrten, gehen wir ins Detail! An welche errinerst du dich besonders gerne zurück?
Definitiv mit der Austria in Marseille. Damals (2003, Anm.) habe ich noch an den Aufstieg in die Champions League geglaubt, aber als dann diese zwei Tribünen zum Singen angefangen haben… Gänsehaut pur! Die Stimmung war dort wahnsinnig toll. Wenn man bedenkt, dass sie dort nicht einmal ein Dach haben.
Natürlich ebenfalls nicht unerwähnt, darf die “Gelbe Wand” in Dortmund werden - ganz toll!

Aber auch deine Besuche in Istanbul bei Besiktas bzw. im brandneuen Stadion von Galatasaray haben dir, was ich bis dato so vernehmen konnte, sehr gut gefallen – oder?
Absolut, das ist unglaublich. So eine laute Stimmung habe ich noch nie gehört! Ich bin bei Galatasaray nicht einmal im Fansektor gestanden, habe aber trotzdem mein eigenes Wort nicht mehr verstanden. Da singt jeder lautstark mit.


Wenn man so viel sieht, gibt es vermutlich aber auch “Flops”…
Klar. Zum Beispiel England, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Enorm hohe Ticketpreise und kein Support. Wenn du einmal von deinem engen Sitz aufstehst, heißt es sofort “Sit down or you go out of the Stadium”. Ich war über 10 mal auf der Insel – mir hat es, ganz ehrlich gesagt, nicht gefallen!

Das Gegenteil dazu ist Italien.
Auch das hat mich nicht ganz überzeugt. Ich war in Udine, Parma und Fiorentina, sah sicherlich nicht die attraktivsten Spiele, dennoch: Es ist enorm schwer an Karten zu kommen und dann kommst du teilweise in Stadien, die diese Bezeichnung gar nicht richtig verdienen.

Und Deutschland?
Gefällt mir sehr gut. Das ist in meinen Augen ein Einblick in eine andere Welt. Wie gesagt,  ich bin die kommenden Tagen in Deutschland auf drei Derbies, die alle samt rasch ausverkauft waren.
Das musst du dir einmal vor Augen führen: Da spielt Hertha BSC Berlin gegen Union Berlin, beide zweite Liga und das Spiel ist in ein paar Tagen zur Gänze mit 75.000 Zusehern ausverkauft. Ein Wahnsinn!
Auch in Punkto Auswärtsfahrten geht deutlich mehr – ich erinnere mich an eines meiner ersten Dresden-Spiele, da waren auswärts um die 10.000 Dresdner mit! Das Gegenteil dazu ist in München die Allianz-Arena. Da hast du in 100 Jahren noch keine Stimmung. Ich traue mich zu sagen, wenn wir mit 3.000 Leuten dort aufkreuzen, übersingen wir die Bayern-Fans!

An was erinnerst du dich ebenfalls nicht gerne zurück?
Natürlich Bilbao. Das war zweimal der reinste Horror dort. Einmal, im Trainingslager in Marbella, wollten wir auch nach Marokko, da lief auch nicht alles rund. Da wurden wir auf der Grenze abgefangen und es war etwas mit Schmiergeld, Reisepassentzug, usw. Nochdazu wurden zu dieser Zeit in der Nähe zwei Österreicher entführt, da hatte ich schon ein sehr mulmiges Gefühl.
Ansonsten verbinde ich nicht wirklich etwas mit negativen Gedanken. Das sind in meinen Augen alles wichtige Lebenserfahrungen.

In einer so langen Periode kommen natürlich auch viele lustige und kuriose Geschichten zusammen…
(lacht) Ja, natürlich. Wenn du ein Spiel im Fernsehen siehst, vergisst du es am nächsten Tag. Wenn du aber live dabei bist, erzählst du noch deinen Enkerln davon. Jede Auswärtsfahrt hat ihr eigenes.
Beispielsweise wollten wir einmal im Rahmen des UEFA-Cups mit unserem VW-Bus Richtung Stavanger (Norwegen, Anm.) reisen und den letzten Teil mit der Fähre nehmen. Wir haben dort dann 10 Stunden gewartet, doch gemerkt, dass sich das nie ausgehen kann, sind zurück gefahren und haben uns am Heimweg in Berlin in einer Kneipe das Spiel Austria gegen Stavanger angesehen.
Oder waren wir beispielsweise schon einmal in Marbella, warteten auf die Austria und haben dann erfahren, dass das Trainingslager kurzfristig verschoben wurde. So haben wir uns halt ein Meisterschaftsspiel in Spanien angesehen. Da gibt es noch hunderte Geschichten, wie von jeder Auswärtsfahrt. Oder als wir mit dem Bus in die Ukraine zum Austria-Spiel gegen Dnipropetrovsk mit dem Bus fahren wollten, dieser dann aber einging und wir mit dem Zug weiterfahren mussten. Irgendetwas passiert immer!

Auch mit Spielern?
(denkt nach) Letztes Jahr in Sochi, ja. Wir haben damals im selben Resteraunt wie unsere Spieler gegessen, sind unmittelbar in Buffet-Nähe gesessen. Manuel Ortlechner hat sich gerade etwas geholt und wir haben gerade darüber gesprochen, dass es in Sochi auch einen McDonalds gibt. Orti hat das gehört, ist sofort vom Buffet weg gegangen und fragte uns: ‘Wo ist da der Mci?’

Ich lese und höre oft, dass es in Spanien bei Athletic Bilbao so schlimm war. Du warst bei beiden Austria-Matches 2004 und 2009 auswärts dabei, wie hast du es erlebt?

Beim ersten Mal war ich mir der Gefahr noch nicht bewusst. Allerdings wurde ich dann genauso wie andere Fans vor dem Stadion zusammen geschlagen, schlussendlich Gott sei Dank von einem Fan - ich weiß nicht mehr, wer es war – zum Stadion gebracht. Nach dem Spiel, als wir Bilbao rausgeschmissen haben, waren die Basken dementsprechend wütend und haben uns mit Steinen, Flaschen und auch ausgerissenen Sitzen beworfen. Mich hat damals ein Sitz am Kopf getroffen und ich musste genäht werden.

Und beim zweiten Aufeinandertreffen?
Da war ich mir der Gefahr schon bewusst. Bereits vor dem Spiel habe ich gesehen, dass ein Austria-Fan am Boden lag und auf den hingetreten wurde.
In unserer Nähe standen ca. 5.000 Bilbao-Fans, die ins Stadion rein wollten, davon waren rund 50 gewaltbereit und mit Glasflaschen bewaffnet. Darauf rannten wir natürlich immer schneller und schneller weg und hörten bereits die Flaschen neben uns auf den Boden schlagen.
Ich bekam dann schlussendlich einen Schlag gegen den Hinterkopf, konnte mich noch um die nächste Ecke in einen Hof retten, wo ich versorgt wurde. Später kam ich drauf, dass es die Musikschule von Bilbao war. Von dort holte mich die Polizei ab und brachte mich zum Flughafen, wo ich genäht würde. Sie meinten jedoch, dass es weder eine Glasflasche noch ein Stein gewesen sein kann. Ein Schlag vermutlich auch nicht, sonst wäre es nicht bei einem geblieben.

Ich hörte davon bereits mehrmals, frage ich mich aber trotzdem: Warum weiß das sonst fast niemand?
Weil davon in den Medien leider gar nichts berichtet wird. Die Leute, die daheim sitzen, bekommen davon nichts mit. Die haben die Vorfälle beim Heimspiel 2009 bemerkt, darüber wird berichtet, aber, was in Bilbao, im Auswärtssektor, vorgefallen ist, interessiert kein Schwein. Wir werden halt leider für das Heimspiel gegen Bilbao verurteilt, wie es aber in Spanien unten wirklich zuging, sieht sich keiner an.

Ähnlich unvergesslich wird die 70-Stunden-Busfahrt nach Saloniki im vergangenen August bleiben. Was genau war da passiert?
Unser Busfahrer durfte nicht durch seine Heimat Serbien fahren, meinte aber, dass es sich trotzdem locker ausgehen würde. So mussten wir einen großen Umweg durch Rumänien und Bulgarien fahren, lernten diese völlig neuen Gegenden, die immerhin auch zur EU gehören, kennen. Schließlich gab es noch an der einer Grenze ein Pass-Problem. Sie wollten von uns allen die Daten aus dem Reisepass haben. Nachdem dies aber zu lang dauern würde, kopierte man alle Pässe, was jedoch selbstverständlich auch nicht all zu schnell ging.
Schlussendlich wurden wir von der Polizei durch Griechenland bis zum Stadion begleitet, wo wir die letzten 30 Minuten des Spiels noch sahen.

Und bei der Heimfahrt?
Oh weh, jetzt kommt die Wahrheit ans Licht. (lacht)
Das Spiel war am Dienstag-Abend, ich musste jedoch am Mittwoch um 5 Uhr in der Früh wieder arbeiten, also bin ich heimgeflogen und sagte den Kollegen, dass sie sich melden sollen, wenn sie zurück in Wien sind. Die Rückkunft war für 18 Uhr geplant.
Es war 18 Uhr, kein Anruf. Auch in der Nacht darauf nichts. Donnerstag-Früh ging ich wieder um 5 Uhr arbeiten, noch immer kein Signal. Schließlich meldeten sie sich um 6 Uhr in der Früh, dass sie mit einer Verspätung von 12 Stunden angekommen sind.

Du warst bereits an vielen Orten. Aber natürlich noch nicht überall. Wo möchtest du unbedingt einmal hin?


Vladivostok würde mich sehr reizen. Das ist eine Stadt an der Grenze zwischen Russland und Nordkorea, die sind in der Europa League startberechtigt. Da würde man über ganz Russland fliegen, sicher eine Reise wert.

Wie lange kannst du dir das alles noch vorstellen, sprich so regelmäßig um die Welt zu reisen?
Das Jahr 2011 möchte ich unbedingt noch schaffen, da sind einige Highlights dabei: Mit dem ÖFB-Team beispielsweise geht es nach Deutschland, Aserbaidschan, Kasachstan und in die Türkei. Und im Herbst hoffentlich auch noch mit der Austria quer durch Europa.
Ich schätze jedoch, sobald ich eine Familie gründe, wird es mit dem Auswärtsfahren und dem Groundhopping zumindest großteils vorbei sein!

Thomas, danke vielmals für das Interview und eine gute Reise nach Deutschland!
Ich sage danke. Forza Viola!


http://www.1911aktuell.at/3265-groundhopp-interview