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Austria gewinnt Sochi Cup 2010
Bulldogs on RUSSIA Tour

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Mittwoch










Ankunft der Spieler




Sochi Central Stadium






Donnerstag
Das erste Spiel im Sochi Cup
FK BATE Baryssau - Austria Wien 1:1 (1:0)
Stadion: Sochi Central Stadium (Tsentralnyi Stadion)

Sotschi, Russland 04. Februar 2010 11:00 Uhr

Austria spielte mit: Safar; Standfest, Bak (46. Suttner), Dragovic, Ortlechner; Klein, Hattenberger (46. Vorisek), Junuzovic, E: Sulimani (66. Liendl); Linz (77. Topic), Schumacher (46. Diabang).

Tore: Liendl (85.) bzw. 30. Minute.

Elfmeterschießen: 1:0 Standfest, 1:1, Diabang gehalten, 1:2, 2:2 Junuzovic, 2:3, 3:3 Liendl, 3:4, 4:4 Topic, Safar hält; 5:4 Dragovic, 5:5, 6:5 Klein, 6:6, 7:6 Ortlechner, 7:7, 8:7 Suttner, 8:8, 9:8 Safar, 9:9, 10:9 Vorisek, 10:10, 11:10 Standfest, 11:11, 12:11 Junuzovic, Safar hält.

































Safar trifft...



Endstand n.E.














Freitag


Das moderne Sochi



Ausflug auf die Grenze nach Abchasien
Abchasien ist eine an das Schwarze Meer grenzende Republik im Süden des Kaukasus,
die völkerrechtlich als Teil Georgiens gilt. Vier Staaten haben die staatliche Souveränität Abchasiens anerkannt: Russland, Nicaragua, Venezuela und Nauru.
Die Einwohnerzahl beträgt nach offizieller Schätzung 320.000 (laut UNO 200.000), die Fläche umfasst 8.600 km².


http://de.wikipedia.org/wiki/Abchasien

 Die Grenzstation
Grenze Abchasien - Russland

Ein Autokennzeichen, das es gar nicht gibt.....


Am Markt vor der Grenze




Im "Army Shop"



Sochi








Samstag
Finale im Sochi Cup

Viktoria Pilsen - Austria Wien 0:2 (0:1)
Kunstrasen - Sotschi, Russland 06. Februar 2010 10:30 Uhr


FK Austria Wien spielte mit: Almer (73., Safar); Standfest, Bak, Dragovic (46., Ortlechner), Suttner; Klein, Baumgartlinger (60., Vorisek), Junuzovic, E. Sulimani (60., Liendl); Linz (68., Topic), Diabang (46., Schumacher).

Tore: Linz (45.), Schumacher (89.)





Wegen Niederschlage musste das Spiel vom Hauptfeld (links im Bild unten) auf den Kunstrasen verlegt werden.












Starker Hagel - das Spiel wurden nach nicht mal 10 Minuten unterbrochen. Die Spieler suchen auf der Trainerbank, die
die Tribüne ist, schutz vor dem Hagel.








Immer wieder regnete es.....



Austria Wien
Sochi Cup Sieger 2010





Standfest mit Pokal






2 neue Spieler bei Viktoria Pilsen ?
Wer findet sie?






Sotchi Cup Pokal

Rugby am Hauptfeld
Länderspiel
Russland - Portugal







Schwimmendes fahren auf den Straßen Sochis








Lecker lecker



DEUTSCHER FUSBALLBUD  ???



Sonntag
Aufenthalt in Moskau






Stadion Khimki

Chimki Arena

Dinamo Stadion



Dinamo Moskau Stadion

U-Bahn Station







Schon in der nähe des Roten Platz´





Osama bin laden, Hussein, Stalin und Co.....



Er lebt noch?





Eingang zum Roten Platz


Kreml









Danke für dieses Foto

Bulldogs am Roten Platz in Moskau


Nach nicht einmal 15 S E K U N D E N  war schon der Russische Geheimdienst bei uns.
2 Personen hätten festgenommen werden sollen, doch durch langer Diskussion konnte dies verhindert werden.


Wladimir Iljitsch Uljanow, Kampfname Lenin , (* 10.jul./ 22. April 1870greg. in Simbirsk; † 21. Januar 1924 in Gorki bei Moskau)
 war ein kommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und gilt als Begründer der Sowjetunion.

Ein wichtiges Denkmal der Sowjetzeit stellt das Lenin-Mausoleum dar, das sich an der Westseite des Roten Platzes befindet.
Es steht an der Kremlmauer in Höhe des Senatsturms, fast genau dort wo bis zum 18. Jahrhundert der Schutzgraben und in den Jahren 1909–1930
eine Straßenbahnlinie verlief. Im Inneren des Mausoleums ruht der aufwändig einbalsamierte Leichnam des russischen Revolutionsführers Lenin
in einem panzergläsernen Sarkophag.


http://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Platz#Lenin-Mausoleum

Lenin Grab

Kreml Moskau



Willkommen in der Freiheit


A Heisl im Heisl



Olympia Stadion Moskau



Olympia Stadion Moskau

Boris Jelzin Grab

Boris Nikolajewitsch Jelzin  ( * 1. Februar 1931 in Butka, Oblast Swerdlowsk; † 23. April 2007 in Moskau)
 war ein russischer Politiker und von 1991 bis 1999 der erste Präsident Russlands.
Er war zudem das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.


http://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Jelzin

Der Moskauer Nowodewitschi-Friedhof (zu Deutsch „Neujungfrauen-Friedhof“) ist einer der bekanntesten Ehrenfriedhöfe
in Russland. Er liegt am linken Moskwa-Ufer am südwestlichen Ende des Zentralen Stadtbezirks der russischen Hauptstadt.
 Seinen Namen verdankt er dem zum UNESCO-Welterbe zählenden, gleichnamigen Kloster, vor dessen Mauern er liegt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nowodewitschi-Friedhof

Boris Jelzin Grab in Moskau



Stadion Lok Moskau

Lok Moskau



6 Kegelbahnen, ca 20 Billardtische und vieles mehr im Inneren des Stadions von Lok Moskau








 Erster Selbstmordanschlag 2004
Der dritte und zugleich folgenschwerste Anschlag in der Moskauer Metro ereignete sich am 6. Februar 2004 gegen 8:30 Uhr am frühen Morgen
in einem Zug zwischen den Stationen Awtosawodskaja und Pawelezkaja (Linie 2). Erstmalig wurde der Anschlag von einem Selbstmordattentäter verübt,
einem 20-jährigen Tschetschenen. Die Uhrzeit und der Ort des Anschlags wurden von den
Drahtziehern – die bis heute nicht genau ermittelt werden konnten – offenbar absichtlich gewählt,
 um so viele Opfer wie möglich herbeizuführen (eine gewöhnlich sehr stark beanspruchte Linie während der Morgenspitze).
 Der zweite Wagen, in dem der Sprengsatz hochging, wurde fast komplett zerfetzt,
die beiden benachbarten Wagen wurden durch die Wucht der Detonation ebenfalls beschädigt.
Unzählige Fahrgäste, die sich im Zug befanden, mussten nach und nach durch den Tunnel zu den beiden nächstgelegenen Stationen evakuiert werden;
durch das Versagen einiger beschädigter Wagentüren konnten viele Insassen über längere Zeit nicht aus dem Wagen befreit werden,
 was zusätzliche Panik auslöste. Die Bergung der Opfer und die Aufräumarbeiten auf dem Streckenabschnitt dauerten bis zum Abend.
Die Bilanz des Anschlags belief sich auf 39 Tote und weit über 100 zum Teil schwerst Verletzte

http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Moskau#Erster_Selbstmordanschlag_2004



Torpedo Moskau



Torpedo Moskau Stadion



Moskau bei Nacht

Moskau bei Nacht


von sportnet.at
Buldogs bei sportnet.at

DIESER BERICHT WURDE VOM MIR OHNE ZU FRAGEN VERFASSER MARTIN K. GESTOHLEN

Turnier in Sotschi
Halbfinale: Bate Borisow : Austria Wien 1:1 (11:12 n.E.)
Finale: Viktoria Pilsen : Austria Wien 0:2
3-7.02.2010 (Russland)

Das Gerücht, dass unsere Austria beim preolympischen Turnier im südrussischen Sotschi teilnehmen wird, wurde mir beim letzten Auswärtsderby vorm
Hanappistadion vom ehemaligen Austria-Fanbeauftragten Martin S.  bestätigt. Damit konnte nun offiziell die Planung für Anreise und Unterkunft
im russischen Olympiaort 2014 begonnen werden. Obwohl die Aua täglich von Wien nach Sotschi fliegt, nahmen wir mit Aeroflot den Umweg über Moskau in Kauf.
 Bei der Preisgestaltung der Aua ist es kein Wunder, dass die Fluglinie nahe an der Pleite steht. Sollte der Flug Wien-Sotschi bei der AUA rund 800€ kosten,
 buchten wir bei Aeroflot Wien-Moskau-Sotschi und retour um kostengünstige 246€ inkl. aller Abgaben und Gebühren. Obwohl anfangs großes Interesse
im Austria-Fanlager für dieses 3-tägige Turnier bestand, war wieder einmal nur der äußerst harte Kern der Veilchen bereit, Russland in Angriff zu nehmen.
 Nach einigen Problemen mit der russischen Botschaft (die von uns im Internet besorgte Hotelbuchung wurde nicht als Einladung anerkannt),
bekamen wir dann doch um 35€ pro Person das begehrte Visum. Wir waren in diesem Fall 4 Mann der Bulldogs, außer mir waren dies unser Präsi Jörg,
Andi mit y und Virus. Virus durfte allerdings nicht alleine nach Russland, sondern er hatte als Aufpasser noch seine Lebensabschnittspartnerin Nina mit
im Schlepptau. Nina war aber nicht die einzige Austrianerin im Aeroflotflieger nach Moskau, denn die zweite Partie unserer insgesamt 9 Leute großen
Fandelegation bestand aus den Fedayn und Commando Suff-Mitgliedern Dani, Michi, Domi und Dominik.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar um 00:30 MEZ ging es vom Flughafen Wien-Schwechat nach Moskau Sheremedevo I.
Dort hatten wir einige Stunden Aufenthalt und damit genügend Zeit vom internationalen Sheremedevo I. zum nationalen Sheremedevo II. zu wechseln.
 Obwohl sich beide Flughäfen die Start- und Landebahnen teilen, sind sie nicht miteinander verbunden und müssen mit dem Taxi oder dem Flughafen-Shuttlebus
 angesteuert werden. Die Fahrt dauerte ca. 10 Minuten und so konnte man die riesige Größe des Flughafens nicht nur erahnen, sondern auch sehen.
Am neuen Inlandsterminal besorgten wir uns bei einem Bankomaten die ersten russischen Rubel. Für die Rubel bekamen wir billige Marlboro für knapp
 über einen Euro je Schachtel, die gleich vor dem Terminal bei Minus 10 Grad Außentemperatur gekostet wurden. Der Anschlussflug von Moskau nach
Sotschi erfolgte ohne Probleme und im Gegensatz zur Eiseskälte in der russischen Hauptstadt erwartete uns an der so genannten südrussischen Riviera
Sonnenschein mit 15 Grad Celsius und damit frühlingshafte Wetterbedingungen. Der Flughafen in Sotschi wird zurzeit von der Strabag bis zu den
olympischen Spielen 2014 auf Vordermann gebracht. Ein neues 400 Meter langes Terminal wird den Flughafen, der übrigens im Besitz des auch
in der österreichischen Wirtschaft bekannten russischen Oligarchen Oleg Deripaschka (Magna, Strabag) ist, auf westlichen Standard bringen.
Heute gleicht die Ankunftshalle einem baufälligen Schupfen von einer heruntergekommen Kolchose irgendwo in Ostsibirien.

Vorm Flughafen warteten Dutzende legale und illegale Taxifahrer um mit uns ins Geschäft zu kommen. Auch wir fanden in einem VW-Bus zu neunt
locker Platz und um 2000 Rubel (ca. 50 Euro) ging es vom Flughafen Sotschi-Adler die restlichen 20 Kilometer ins Stadtzentrum von Sotschi.
Der „Ersatztaxler“ hatte aber leichte Orientierungsprobleme und musste einige Male nachfragen um uns ins Staraya Melnitsa, unserer Hotelanlage,
zu bringen. Beim ersten Eindruck eine für russische Verhältnisse schöne Anlage, nur leider am falschen Platz gebaut. Statt am Meer befand sich das Hotel
 irgendwo in den Vorstadthügeln zwischen uralten Autowerkstätten, heruntergekommenen Plattenbauten aus altkommunistischen Zeiten,
aber auch nagelneuen Luxusvillen, vor denen beispielsweise Audi Q7 oder Porsche Cayenne parkten. Nach dem Bezug der Zimmer begaben wir uns zu
Fuß auf den Erkundungsweg in das Stadtzentrum, 20 Minuten die Serpentinen bergab bis zur Hauptstraße Adler-Sotschi, auf der sich die Autos mehr stauten,
 als sie fuhren. Auf dem Fußweg in die City fielen uns die vielen Kleinbusse auf, die mit verschiedenen Nummern ähnlich wie die
Istanbuler Dolmustaxis auf verschiedenen Linien unterwegs waren. Nach einer knappen Stunde Fußmarsch durch die weitläufige Vorstadt
kamen wir durch puren Zufall am Stadion vorbei, das wir natürlich sofort besichtigten. Die Anlage besteht aus einem alten,
 baufälligen Hauptplatz mit beidseitigen unüberdachten Tribünen, einem neuen Kunstrasenplatz mit kleiner aber schöner
überdachter Tribüne und einem relativ großem Sporthotel. Wie es der Zufall so wollte trafen wir bei unserem Stadionrundgang
auf die Austria-Delegation bei ihrer Ankunft. Beim Aussteigen aus dem Bus wurden einige Spieler mehr (zum Beispiel Rückkehrer Roland Linz),
einige wiederum weniger begeistert empfangen. Danach wurde in einer russischen Pizzeria das Abendessen eingenommen, im Anschluss  in unserem Hotel
im Gemeinschaftsraum bei Bier und Vodka der große Pokerabend begonnen, wobei sich die Bulldogs als die abgebrühteren Pokerfaces auszeichnen konnten.
 

Am nächsten Morgen war das frühlingshafte Wetter bereits Geschichte, denn bei nur mehr 5 Grad Celsius und leichtem Nieselregen ging es ins Stadion
 zum ersten Spiel dieses Turniers. Unsere Austria traf im ersten Spiel des Bewerbes auf den Championsleague und Europaleague erprobten
weißrussischen Serienmeister Bate Borisow. Zu unserer Überraschung waren auch ca. 15 Fans aus Weißrussland mit dem Vw-Bus zu dem Turnier angereist
 und der Capo der Jungs zeigte uns ein Handyfoto von seinem Cousin, der in Wien lebt und angeblich Mitglied der jungen Legion ist.
Aufgrund des schlechten Wetters waren bald mehr Polizisten und Militärs als Fans im Stadion. Die Austria konnte auch recht passabel mithalten
und knapp vor Schluss gelang auch noch der verdiente Ausgleich zum 1:1, das zu einem dramatischen Elfmeterschießen führte. Momo Diabang vergab
zwar seinen Elfmeter recht stümperhaft, da aber Safar den 5. russischen Elfmeter hielt, blieb die Austria im Spiel. Nachdem alle Spieler
schon einmal geschossen hatten (auch Tormann Safar traf für unsere Veilchen), kam es zum zweiten Durchgang. Beim Stand von 13:12 konnte Safar
seinen zweiten Elfer halten und sicherte so den Finaleinzug der Austria. Der Finalgegner wurde im zweiten Spiel dieses Tages zwischen der
heimischen Zweitliga-Mannschaft Zhemchuzhina Sochi und dem tschechischen Klub Viktoria Pilsen ermittelt. Mit den Atzgersdorfern Wudle und Atzge,
die gemeinsam mit ca. weiteren 15 Fans mit der Mannschaft im Charterflieger der Air Dubrovnik angereist waren, ging es erneut in die Stadt.
Zur Stadtbesichtigung kam es wieder nicht, da wir in einer heruntergekommenen einheimischen Kneipe unbedingt einen russischen Wodka kosten mussten.
Nach etlichen Runden Bier und mehreren Flaschen Wodka war der Abend für manche Austrianer früher vorbei als gewollt und so musste mit dem Taxi
der taktische Rückzug zum Hotel angetreten werden. Für manche endete der Wodkaabend gleich im Bett, die anderen genossen noch den
Urlaub im Gemeinschaftsraum bis weit nach Mitternacht.

Den spielfreien Freitag nutzten einige vom Commando-Suff zum Ausnüchtern, während wir Bulldogs einen Ausflug an die russisch-georgische Grenze machten,
 die nur ca. 10 Kilometer südlich des Flughafens Adler liegt. Es handelt sich aber nur völkerrechtlich um die russisch-georgische Grenze,
 da sich das Volk der Abchasen, die auf der georgischen Seite die Grenzregion bewohnen, seit Anfang der 90iger Jahre für Selbstständig erklärten
 und ihre Unabhängigkeit ausriefen, die aber nur von Russland, Venezuela, Costa Rica und der Südseeinsel Nauru anerkannt wird.
Die Abchasen haben eigene Autokennzeichen und nach unterschiedlichen Angaben zwischen 200000 und 380000 Einwohner und
ist im etwa so groß wie das Burgenland. Wer mehr über Abchasien wissen möchte kann sich ja über Wikipedia darüber informieren.
An der kleinen Grenzstation versuchten wir eine Einreise nach Abchasien, die auch problemlos möglich gewesen wäre,
hätten wir in Österreich ein russisches Visum mit mehrmaliger Einreise beantragt. Denn so hätten wir zwar in Abchasien einreisen,
aber nicht mehr zurück nach Russland ausreisen dürfen, was sicher äußerst abenteuerlich geworden wäre, denn einmal in Abchasien kannst
du weder nach Georgien, noch nach Russland zurück und da es Abchasien ja laut UNO gar nicht gibt oder geben dürfte,
kann einem dort auch kein internationaler Diplomat helfen. So nahmen wir mit dem großen Markt im Grenzort Vorlieb.
 Dort gab es fast alles zu kaufen, am billigsten waren heimische Zigaretten der Sorte „Mapka“ in der klassischen Weichpackung um
90 Rubel (umgerechnet 2,20 Euro pro Stange). Haufenweise Schuhe, schlecht kopierte Kleidung internationaler Modekonzerne,
 Getreide und Gewürze rundeten das Angebot ab. Direkt an der Grenzstation gab es auch einen „Army-Shop“ mit teilweise
originalen Polizei- und Militärjacken, Leibchen und Aufnähern. So wechselten um einige Rubel Bomberjacken und russische Devotionalien ihren Besitzer.

Nach der Einkaufstour an der abchasischen Grenze ging es mit den einheimischen Dolmustaxis in einer Stunde Fahrzeit zurück zum Busbahnhof nach Sotschi.
 Jörg, der gleich hinter dem Fahrersitz Platz genommen hatte und sich als Vizekassier im Bus bewährt hatte, braucht jetzt nur mehr die
russische Sprache zu lernen und kann dann als Fahrer eines Dolmustaxis der Verkehrsbetriebe Sotschi anfangen. Nach der anstrengenden Arbeit
war nicht nur bei Jörg der Hunger schon groß und so ging es gleich ins nächste türkische Restaurant. Gegrillte Hendlspieße und Lammkeulen genossen
 wir bei der Fußballübertragung des türkischen Supercupfinales zwischen Besiktas Istanbul (mit dem Austria-Kurden Ekrem Dag) und Gencerbirgli,
oder wie man diesen sinnlosen Klub schon schreibt. Nachdem großartigen Essen ging es später mit dem Taxi retour in unser Hotel,
wo wir den Abend wieder im altbekannten Gemeinschaftsraum ausklingen lassen wollten, der aber dieses Mal besetzt war.
So musste das Zimmer von Nina und Virus als Partyraum und Zockerabsteige herhalten. Das verhinderte Liebespaar hätte schon gerne gekuschelt,
 musste uns aber weiterhin beim Pokern zusehen. Aber wir Pokerspieler hatten dann zu später Stunde Mitleid mit der liebeshungrigen
Nina und verließen das Zimmer.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück zum Stadion, wo schon um 11:00 MEZ bei strömenden Regen das Sotschi Cupfinale zwischen
Austria Wien und Viktoria Pilsen stattfand. Aufgrund des schlechten Zustandes des Rasens auf dem Hauptplatz wurde das Match kurzfristig erst
10 Minuten vor Spielbeginn auf den Kunstrasenplatz verlegt. Für die Veranstalter ein Desaster, denn sie schafften es im Gegensatz zu uns Bulldogs
und den Atzgersdorfern nicht, ihre Transparente am Nebenplatz anzubringen. Bei Temperaturen um die 0 Grad Celsius waren nicht nur die Spieler,
sondern auch die Fans auf der windigen Tribüne gefordert. Die Ersatzspieler versteckten sich neben uns unter ihren großen Decken, während das Match
sogar kurzfristig aufgrund eines Hagelgewitters unterbrochen werden musste. Nach der kurzen Unterbrechung, in der die Austriaspieler
Unterschlupf und Schutz unter der Tribüne gesucht hatten, ging die Partie im strömenden Regen weiter. Unsere Kicker kamen mit diesen widrigen
Bedingungen besser zurecht, und Rückkehrer Roland Linz traf unter großem Fanjubel zur verdienten 1:0 Führung. Die Tschechen hielten
zwar verbissen dagegen, aber nach dem schönen 2:0 Kopfballtreffer von Schumacher war die Partie gelaufen und der mitgereiste Veilchen
Anhang durfte mit dem Sotschicupsieger 2010 jubeln. Von den nächsten Aktionen dürfte der zu Hause gebliebene Austriamanager Markus K. vorläufig
nichts gewusst haben, denn die mitgereisten Fans wurden von der Austria-Delegation zum Buffetessen ins Sporthotel eingeladen, obwohl doch
einige von ihnen in letzter Zeit nicht zu den persönlichen Freunden von Markus K. gehören, sondern eher auf der Liste der Haus- und
Stadionverbote aufscheinen. Das Buffet war für russische Verhältnisse recht ok und während sich Austriafans und die Spieler von
Viktoria Pilsen sich ordentlich am Buffet bedienten, verweigerten die verwöhnten Austriaspieler teilweise die Nahrung. Während sich
Zlatko Junuzovic noch mit einem Teller nackter Nudeln ohne Saft und Beilagen bediente, verweigerte zum Beispiel Manuel Ortlechner
das Mittagessen und träumte weiterhin vom Luxushotel im Trainingslager von Marbella. Ein anderer junger Austriaprofi fiel beim Buffet mit den
Worten: „Scheiss Russland, wann geht’s denn endlich wieder ham?“, auf. Für die Austria und Pilsen Delegation ging es nach dem Essen sofort zum
Flughafen, wo mit der Chartermaschine die Heimreise angetreten wurde. Wir hatten noch einen Nachmittag und eine Nacht in Sotschi.
Auf dem aufgeweichten Hauptfeld des Stadions fand danach bei idealen Rugby-Bedingungen das Rugby-Länderspiel Russland gegen Portugal statt,
 das wir einige Zeit beobachteten. Zur Halbzeit glich der Rasen im Stadion einem umgeackerten Erdäpfelacker in der russischen Tundra und auf den
Platzwart wartet in den nächsten Tagen und Wochen wohl viel Arbeit um den Platz wieder in Schuss zu bringen, denn unbestätigten Gerüchten
zufolge hat die Austriaführung bereits zugesagt, den Titel im Februar 2011 zu verteidigen.

Am Sonntag gab es für uns Fußballfans schon um 3:30 MEZ die Tagwache, da unser Flug nach Moskau um 6:00 auf dem Programm stand. Gerade beim Abflug
 (8:00 russischer Zeit) lachte endlich wieder die Sonne über die schneebedeckten Hügeln und Berge rund um Sotschi. In Moskau hatten wir
 zwar noch immer heiteren Himmel, aber die Temperatur sank doch unter Minus 10 Grad, das sich mit dem eisigkalten Wind noch um einiges kälter anfühlte.
 Das Tagesprogramm in Moskau hatte Virus in stundenlanger Arbeit akribisch vorbereitet und geplant und alle Austrianer begaben sich gemeinsam
 auf die Tour durch Moskau. Mit dem Taxi ging es zuerst zum Stadion vom Vororteklub FK Kimchi Moskau, wo vor einiger Zeit ein gewisser Nastja Ceh
unter Vertrag stand. Nach einer kurzen Fotopause fuhren wir weiter durch die Satellitenstädte im Norden Moskaus zum alten Stadion von Dinamo.
Im Winter wird das Stadioninnere als Eislaufplatz genutzt und selbst Virus wagte sich aus fototechnischen Gründen auf das glatte Parkett.
Mit der direkt neben dem Stadion gelegenen U-Bahn ging es nun zum Höhepunkt der Moskauer Stadtrundfahrt. Nach kurzen Orientierungsproblemen
 fanden wir dann doch noch den Eingang zum Roten Platz, den vor langer Zeit ein damals jugendlicher, deutscher Hobbypilot als Landebahn
für sein kleines Sportflugzeug nutzte. Den imposanten Anblick zwischen Zwiebeltürmen und Kreml nutzten wir für ein kurzes Fotoshooting mit
unserem Bulldogstransparent. Die Zeiten haben sich in Moskau auch seit der Landung von Matthias Rust nicht geändert, denn innerhalb
von wenigen Sekunden war der russische Geheimdienst und die Polizei vor Ort. Die Fotos auf der Digitalkamera mussten unter polizeilicher
 Aufsicht gelöscht werden, damit war aber die Sache noch lange nicht vorbei. 2 Jungs der Bulldogs wurden kurzfristig in Gewahrsam genommen
und konnten erst nach einiger Zeit ihre Sightseeingtour fortsetzen. Wie man sieht ist auch noch im Jahr 2010 der russische Geheimdienst
 immer einsatzbereit, aber wir Fußballfans sind ja auch nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen und haben auf einer zweiten Kamera
Fotos für die Ewigkeit geschossen. Nach diesem Höhepunkt der Russlandtour gab es noch Stadienbesichtigungen im Championsleaguefinale erprobten
Olympiastadion Luschniki (Heimstätte von ZSKA und Spartak Moskau), dem Lokomotivstadion sowie dem Stadion Eduard Stelzow, der früheren
Heimstätte von Torpedo und jetzigen Heimstätte von FK Moskau.

Um 20:30 erfolgte mit Aeroflot der Rückflug von Moskau nach Wien und Sonntagabend um 22:30 war der ereignisreiche und interessante
Russlandausflug Geschichte.

Martin/B.D. 92