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Samstag 06.06.09
Serbien - Österreich 1:0 (1:0)
  
Belgrad, Roter-Stern-Stadion "Marakana", 50.000 Zuschauer,
SR Pieter Vink (NED)



























































































































Gruppe 7
Samstag 06.06.09
Serbien - Österreich 1:0 (1:0)
Belgrad, Roter-Stern-Stadion "Marakana", 50.000 Zuschauer,
SR Pieter Vink (NED)
Tor: Milijas (7./Elfmeter)


Serbien: Stojkovic - Ivanovic, Vidic (46. Rukavina), Subotic, Dragutinovic - Krasic, Stankovic, Milijas, Jovanovic (82. Kacar) - Lazovic (57. Jankovic), Pantelic


Österreich: Gspurning - Schiemer, Dragovic, Stranzl, Ortlechner - Hölzl (65. Lexa), Pehlivan, Scharner, Jantscher - Maierhofer (57. Okotie), Hoffer (57. Janko)


Gelbe Karten: Rukavina, Jankovic, Stankovic bzw. Gspurning, Maierhofer, Schiemer, Scharner, Lexa



ja die serben konnten 2 fetzn stehlen. ein LASK fetzn und unser bulldogs fetzn sind "geschenke für die serben"

zu dieser situation kam es so

im unteren drittel des sektors waren die transparente auf den sesseln angebracht. da das lask transparent so groß ist, musste es auch noch
fast zur gänze die breite des aufgangs belegen. das bulldogs transparent war nur auf den stühlen. das problem war, dass unser fetzn
mit den lask transpi zusammen geklebt war, damit diese besser gespannt sind.
ca. eine halbe stunde vor spielbeginn nähertn sich mehrere serben unseren sektor um hallo zu sagen.
polizisten wollten die serben daran hindern. das machte diese aber wütend. bengalen, steine, sesseln, münzen, wasserflaschen
regenschirme fahnenstangen flogen in unsere richtung. wir österreicher waren damit bemüht keine verletzungen zu bekommen.
keiner hatte irgendeine möglichkeit sich auf was anderes zu konzentrieren da wir von der linken und rechten seite beworfen wurden.
unsere aufmerksamkeit bekamen die österreich transparente erst, als ein bengalisches auf einen fetzn landete und dieser drohte abzubrennen.
es wurden die transparente von uns weggenommen um feuer zu verhindern. leider mussten wir dann feststellen, dass ein serbe, während wir im oberen drittel damit beschäfftigt waren den fliegenden gegenständen auszuweichen im unteren drittel durch den zaun das lask transparte an sich ziehen konnte. durch die verklebung mit unseren fetzn war natürlich dieser auch weg......

blöd gelaufen....

FOTOS VON MICHAEL G.
DANKE!



























Auf nach Serbien.

Obwohl unsere Fußballnationalmannschaft nur mehr als TV-Zuseher bei der  WM 2010 in Südafrika dabei sein kann, war es für uns Bulldogs klar, die Alpenkicker nach Litauen und den Färöer auch in die serbische Hauptstadt Belgrad zu begleiten. 5 Bulldogs, ein „Fastmitglied“ und ein „Keinmitglied“ meldeten sich für den Großbus an.

Um die frühe Abfahrt nicht zu verschlafen, entschieden wir uns die Nacht brav durch zu machen. Die „Rock Night“ in Schützen mit violettem Sänger war dank diversen Tanzeinlagen sehr unterhaltenswert. Kurz nach 6 Uhr waren wir am Abfahrtort. Weil noch viele Zeit war, bis der Bus wegrollten sollte, klärte uns der Busfahrer noch über gültige und eigene Reisepässe für die Einreise nach Serbien auf. Es gab einen bei den Bulldogs (dessen Namen nicht genannt  werden soll) der seinen Reisepass im Auto in Schützen vergessen hat. Rene von den Gladiators (Hamster hatte sein Handy aus, Pauschi braucht man da gleich nicht anrufen und für Jürgen endete erst der „Nachtdienst“) war bereit den Reisepasslosen nach Schützen zu fahren. Der Bus fuhr in der Zwischenzeit über Wien nach Göttlesbrunn, wo man nicht nur den Reisepasslosen mit einer Kiste Bier und Reisepass wieder aufnahm, sondern gleich mit den 2 Patriots Bussen und 2 SKB einen Konvoi gründete. Pokern, schlafen, reden und die grüne Frau Lehrerin bequatschen war das Programm im Bus durch Ungarn. Dank sinkenden Alkoholspiegel konnte man bei jeder weiteren Raststationen besser erkennen, welche Fans sich die Reise nach Belgrad mitmachten.

Irgendwann erreichte unser Konvoi die ungarisch-serbische Grenze. Die Zeit verging. Aussteigen war verboten. Gerade deswegen stiegen die meisten von unserem Bus aus. Krebsfüttern war angesagt. Die Fans, die nicht geraucht haben,  konnten gut erkennen, wie Zollbeamte immer wieder mit Bierdosen aus den anderen Bussen kamen um diese zu beschlagnahmen. Weil aber nicht alle Zollbeamte Alkohol wollten, wurden auch Coladosen Palettenweise in die Zollkammer gebracht. Ein Bus aus Pottendorf kam zur Grenze. Keine 10 Minuten später war der Bus, der in Österreich gemeldet ist,  schon in Serbien. Warum wohl nur? Weil im Bus nur Serben bzw. „Austro-Serben“ waren. Da geht die Einreise natürlich schneller. Ob die Leute von diesem Bus auch 5 Euro Pro Person „Einreisegebühren“ bezahlen mussten, wissen wir nicht. Überhaupt komisch die Einreisegebühr, die unsere beiden Busfahrer auch aus Polen bekannt ist. Den Hinweiß dass es nach Polen keine Grenzkontrolle gibt und somit die Einreisegebühren ein vollkommender Schwachsinn sind, wollten die Busfahrer nicht wahr haben. Ich unterstelle hier niemandem was, aber es ist schon beachtlich was man in fast einer Stunde auf „legaler“ und völlig „rechtlichen“ Art  uns Fußballfans wegnehmen werden kann. Ja, die SKB waren auch auf der Grenze anwesend. Das war es dann schon von ihnen.

Ab der Grenze schlossen sich mehrer Polizeiautos an.  Bis Belgrad durften wir nur 2 mal stehen bleiben um Platz für mehr Flüssigkeiten in unserem Körper zu schaffen. Besser ging es den Polizisten. Sie durften öfter stehen bleiben und entsorgten dann die geleerten Dosen, die noch in Ungarn im Besitz von uns Fans waren. Kurz vor Belgrad mussten wir die Busse säubern. Ziel dieser von der Polizei eingeleiteten Aktion war, dass alle Glasflaschen aus dem Bus kommen. 

In Belgrad fuhren wir  an Slums und einigen Gebäuden vorbei, die unser Busfahrer gut beschreiben konnte.  Knapp 2 Stunden vor Spielbeginn waren wir schon beim Stadion Crvena Zvezda von Roter Stern Belgrad. Polizisten bildeten links und rechts von uns je eine Schutzwand. Nach so vielen Stunden Fahrt, fühlte man sich wieder wie zu Hause. Die Serben riefen uns auf deutsch mehr Schimpfwörter zu, als es überhaupt im Duden gibt. Einige Serben begrüßten uns mit ihrem Nationalgruß. Um diesen zu beschreiben, reicht es wenn ich schreibe, dass sie alle, genau so wie HC Strache 3 Bier bestellen wollten. In Serbien sind Daumen, Zeige- und Mittelfinger zugleich gern gesehen und lösen kein Politiktrara aus.

Beim Eingang kamen schon die nächsten Sondewünsche der Serben. So wollten die Ordner nicht nur unsere (Euro) Münzen sondern auch unsere Schlüsseln. Ich machte einen Ordner klar, dass ich weder einen Schlüssel habe, noch Münzen besitze.  Im Sektor wurde gleich mal alle Transparente im unteren Drittel aufgelegt. Bis zirka 20 Uhr blieb es bei uns im Sektor auch ruhig.  Dann spazierten schon einige Serben zu unserem Sektor.  Die 4 Ordner stellten sich natürlich nicht im Weg. Die Ereignisse überschlugen sich. So kamen aus dem Serbensektor links unseres Seits, mehrere brennende Bengalische Lichter auf uns zu. In diesem Block dürften die Partizan Fans gewesen sein. Auch herausgerissene Stühle, Regenschirme, Fahnenstangen, Münzen, Plastikflaschen und vieles mehr fanden den Luftweg zu  uns in den Sektor. Da im Österreich Sektor auch Leute waren, die keine Kinder der Traurigkeit sind, wurden mehrere Gegenstände postwendend zurück geworfen. Kurzerhand entschlossen sich einige Österreicher die Anfangschoreo jetzt schon zu machen und warfen die mitgebrachten Bengalen brennend auf die Serben.  Klar dass wir eine um vieles bessere Trefferquote hatten als die Serben. Wir waren bemüht in unserem Sektor den fliegenden Gegenständen auszuweichen. Die Serben konnten das nicht, weil ihr Sektor überfüllt war. Mit dieser Art von Widerstand hatten sie sicher nicht gerechnet. Diese Aktionen erinnerten mich an Bilder von dem Belgrader Stadtderby. Um die Österreich Transparente vor fliegenden und teilweise brennenden Gegenstände zu schützen eilten mehrere Österreicher in den unteren Teil des Sektors und nahmen alle Transparente mit. Leider mussten wir feststellen, dass 2 Transparente fehlten. Ein Bulldogs Transparent und eines aus Linz von den LASK Fans. Zu diesem Fall kam es, weil das LASK Transparent nur wenige Zentimeter neben dem Zaun zum Nebensektor lag. Das andere Ende Des LASK Transparents war mit dem Bulldogs Transparent überklebt. So kam ein Serbe zum Zaun, griff darunter durch und zog das LASK Transparent problemlos rüber. Somit zog der Serbe auch das Bulldogs Transparent, das über 4 Meter vom Nebensektor entfernt lag, problemlos rüber.   Nach ca. 10 Minuten kriegsähnlichen Zuständen kehrte wieder Ruhe ein.

Bei der unserer Hymne begleiteten die Serben die Melodie mit Pfiffen. Aber die Serben hatten keine Ahnung wie die Hymne unseres Österreichs klingt. Schon in der 7. Spiel  kassierte unser Team einen Strafstoß. Von diesem Gegentreffer erholte sich unser Team schnell. Wir hatten viele Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Bis zur Pause passierte das aber nicht. In der Pause waren wir schon auf einen zweiten Teil der Unterhaltung „Fang das Licht“ eingestellt. Die Pause blieb ruhig. In Hälfte 2 hatten unsere Spieler mehrere Chance den Ausgleich zum schießen. Viele der mitgereisten Fans waren aber froh, dass der Ausgleich nicht kam. Somit wurde das Spiel unverdient mit 1-0 verloren. Nach dem Spiel flogen wieder mehrer Gegenstände in unseren Sektor. Es war aber nicht so brutal wie in der Halbzeitpause. Unglaubliche 2 Stunden durften wir nach dem Spiel noch im Sektor verweilen. Danach ging es ruhig nach Wien zurück. Unser serbischer Busfahrer weckte uns mit einem Gejodel und mit dem Satz „Guten Morgen, wir sind zurück in schnestes Land der Welt – Esterreich!“