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Übersicht Stadien
Das Stade de France (dt.: Frankreich-Stadion) ist ein 1998
eröffnetes Stadion in Saint-Denis, einem nördlichen Vorort
von Paris. Es ist mit einer Kapazität von 80.000 Zuschauern das
mit Abstand größte Stadion des Landes. Die wichtigsten
regelmäßigen Veranstaltungen sind Heimspiele der
französischen Fußballnationalmannschaft und der
französischen Rugby-Union-Nationalmannschaft, das Finale des
Französischen Fußballpokals sowie das Finale der
Rugby-Meisterschaft Top 14. Mithilfe verschiebbarer Tribünen kann
das Stade de France auch für Leichtathletik-Veranstaltungen wie
die IAAF Golden League hergerichtet werden, dabei verringert sich die
Kapazität um 10.000 Plätze. Außerdem finden hier
regelmäßig Konzerte und Freilichtshows statt.
Am 2. Juli 1992 bestimmte die FIFA Frankreich zum Ausrichter der
Fußball-Weltmeisterschaft 1998. Der französische Staat
verpflichtete sich zum Bau eines Stadions mit rund 80.000
überdachten Sitzplätzen. Eines der Hauptziele bei der
Stadionplanung war es, das Gebiet Plaine Saint-Denis, eine lange Zeit
vernachlässigte Industriebrache, neu zu entwickeln. Das Stade de
France sollte dabei als attraktiver Blickfang für das neu
entstehende Stadtviertel mit durchmischten Wohn- und
Geschäftszonen dienen. Die Architekten des Stadions sind Michel
Macary, Aymeric Zublena, Michel Régembal und Claude Costantin.
Ein Konsortium bestehend aus den Unternehmen Bouygues, GTM, VINCI und
STF übernahm die logistische Planung und den Bau des Stadions. Der
Spatenstich erfolgte am 2. Mai 1995, die offizielle Eröffnung am
28. Januar 1998 im Rahmen eines Fußball-Länderspiels
zwischen Frankreich und Spanien. Das Stade de France löste den
Pariser Parc des Princes als offizielles Nationalstadion ab.
Neun Spiele der Fußball-WM 1998 wurden im Stade de France
ausgetragen, darunter das denkwürdige Finale am 12. Juli, als
Frankreich mit 3:0 gegen Brasilien gewann und den Weltmeistertitel
sicherte. Weitere bedeutende Ereignisse waren unter anderem die
Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2003, die Motorsportveranstaltung Race
of Champions (2004 und 2005) sowie zwei Endspiele der UEFA Champions
League (2000 und 2006).
Da keine Vereinsmannschaft das Stade de France als Heimstadion nutzt,
steht es während mehr als der Hälfte des Jahres leer.
Wiederholte Versuche des Stadionkonsortiums, eine professionelle
Fußball- oder Rugbymannschaft als Dauermieter zu gewinnen,
blieben bisher ohne Erfolg. So zog es Paris Saint-Germain vor, im Parc
des Princes zu bleiben, nachdem die Muttergesellschaft Canal+ und die
Stadt Paris entsprechend Druck ausgeübt hatten.
Entwicklungen in jüngster Zeit lassen darauf schließen, dass
das Konsortium zumindest einen Teilzeitmieter gefunden hat, die Pariser
Rugby-Union-Mannschaft Stade Français. Beim Spiel gegen Stade
Toulousain am 15. Oktober 2005 zählte man 79.502 Zuschauer, mehr
als je zuvor bei einem französischen Meisterschaftsspiel. Damit
wurde auch der Rekord der Ligue 1 im Fußball um mehr als 20.000
übertroffen. Am 14. Oktober 2006 kamen zum Spiel gegen Biarritz
Olympique sogar 79.619 Zuschauer ins Stadion. Der Vereinspräsident
kündigte an, auch in Zukunft zwei oder drei Spiele pro Jahr im
Stade de France auszutragen.
Der Besucherrekord liegt bei 80.009 Zuschauern und wurde am 6.
März 2006 beim Rugby-Länderspiel Frankreich–England
während des Six-Nations-Turniers erreicht. Eine weitere intensive
Nutzung des Stadions wird es während der
Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 geben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stade_de_France
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