Olympia Stadion Moskau








Olympiastadion Luschniki
Klassifikation Elitestadion
Ort Moskau, Russland
Verein Spartak Moskau
Eröffnung 31. Juli 1956
Erstes Spiel Sowjetunion – VR China (1:0)
Kapazität 84.864 Plätze
Spielfläche 105×68 m
Renovierungen 1978–1980
1995–1997
Veranstaltungen
* Olympische Sommerspiele 1980
* Finale UEFA Champions League 2007/08
* Finale UEFA-Pokal 1998/99
* Eishockey-Weltmeisterschaft 1957
* Konzerte (u.a. Bon Jovi, Black Sabbath, Scorpions)
Das
Olympiastadion Luschniki ist das größte Stadion Russlands. Es
liegt in der russischen Hauptstadt Moskau im gleichnamigen
Stadtviertel.
Das Stadion ist ein vom europäischen Fußballverband UEFA ausgezeichnetes Fünf-Sterne-Stadion.
Die Fußballvereine CSKA Moskau und Spartak Moskau tragen hier ihre Heimspiele aus. Torpedo ist auch Eigentümer des Stadions.
Des
Weiteren weicht die Russische Fußballnationalmannschaft manchmal in das
Stadion aus, was in den letzten Jahren weniger oft vorkam.
Das Luschniki war zuletzt auch zentraler Bestandteil der Bewerbung Moskaus für die Olympischen Sommerspiele 2012,
die
letzten Endes aber an London vergeben wurden. Die Kandidatur sah vor,
die meisten der Wettkampfanlagen wiederzuverwenden,
die für die
Olympischen Sommerspiele 1980 gebaut worden waren. Zudem sollten im
Luschniki die Leichtathletik-Wettbewerbe ausgetragen
werden sowie die Eröffnungs- und Abschlussfeier stattfinden.
Auch für Musikkonzerte wird das Stadion genutzt.
Das Stadion bekam im Jahre 2002 von der UEFA die Auszeichnung der Fünf-Sterne, was unter anderem Voraussetzung war,
um
als Austragungsort für ein Champions-League-Finale kandidieren zu
können. Nach der Umstellung des Bewertungssytem wurde das Stadion
von der UEFA als Elitestadion klassifiziert
Das Olympiastadion Luschniki wurde am 31. Juli 1956 in einer Grünanlage im Moskauer Stadtteil Luschniki,
ungefähr 10 km südwestlich vom Kreml am Flusslauf der Moskwa fertig gestellt.
Es wurde unter dem Namen Zentralstadion namens W. I. Lenin eröffnet.
Das Eröffnungsspiel bestritt die Sowjetische Fussballnationalmannschaft gegen die Chinesische Fußballnationalmannschaft (1:0).
Das Stadion war auch Austragungsort des Finales der Eishockey-Weltmeisterschaft 1957,
die
in der Sowjetunion ausgetragen wurde, zwischen der Sowjetunion und
Schweden. Das Spiel endete 4:4 (0:2,4:0,0:2) und Schweden wurde
Weltmeister.
Das Olympiastadion Luschniki im Mai 1980
Für die
Olympischen Sommerspiele 1980 wurde das Stadion ausgebaut und hatte
danach eine Kapazität von 103.000 Zuschauern (19. Juli 1980).
Gedenkstätte für die Opfer des 20. Oktober 1982
Am 20. Oktober 1982, also gut zwei Jahre nach den Spielen, kamen am Rande eines UEFA-Pokal-Spiels zwischen
Spartak Moskau und dem HFC Haarlem mindestens 66 Menschen ums Leben. Für die seinerzeit schlecht besuchte Begegnung
hatten die Verantwortlichen nur eine Tribüne und nur einen Zugang geöffnet. Mehrere hundert Zuschauer wollten
das Stadion kurz vor dem eigentlichen Abpfiff beim Stand von 1:0 für den Gastgeber verlassen. Als in der Nachspielzeit ein
weiterer Treffer für die Moskauer fiel, stürmten die Zuschauer zurück ins Stadion und trafen dabei auf zahlreiche Besucher,
die ihrerseits gerade Richtung Ausgang strömten. Als unter den Gästen eine Panik entstand, wurden zahlreiche Menschen schwer
verletzt
und zu Tode getrampelt. Nach offiziellen Angaben starben 66 Personen,
der Fußball-Weltatlas beziffert die Anzahl der Toten aber mit 340.
Innenansicht des Luschniki-Stadions
Im
Jahre 1989 stand das Luschniki-Stadion erneut im Fokus der
Weltöffentlichkeit, als dieses das Moscow Music Peace Festival
beherbergte.
Zwei Tage lang spielten Rockbands aus aller Welt wie
Bon Jovi, Black Sabbath oder die Scorpions, um das Motto des
Weltfriedens zu transportieren.
In den Jahren 1995-1997 wurde das Stadion modernisiert und bietet heute Platz für 84.864 Zuschauer. Alle Plätze sind Sitzplätze
und das Stadion ist zu 100 Prozent überdacht. Die Flutlichtanlage erzeugt 1450 Lux.
Am 12. Mai 1999 war das Luschniki Austragungsort des Finales des UEFA-Pokals zwischen dem AC Parma und dem Olympique Marseille,
das Spiel endete 3:0. Dies war das erste Mal, dass in Russland das Endspiel eines europäischen Fußballturnieres stattfand.
Am
4. Oktober 2006 entschied der Exekutivausschuss der UEFA, dass im
Frühsommer 2008 das Finale der Champions League Saison 2007/08
im
Olympiastadion Luschniki ausgespielt werden wird.[2] Für das Spiel am
21. Mai 2008 wurde der Kunstrasen durch einen Naturrasen ersetzt.
Das
rein englische Finale zwischen Manchester United und Chelsea London
endete vor 69.500 Zuschauern (ausverkauft) nach Toren von
Cristiano
Ronaldo (26.) und Frank Lampard (45.) mit 1:1 nach Verlängerung. In
einem hochdramatischen Elfmeterschießen vergab John Terry
für den FC Chelsea zunächst einen Matchball. In der zweiten Verlängerung des Elfmeterkrimis parierte Manchesters holländischer
Keeper Edwin van der Saar gegen Chelseas Nicolas Anelka und wurde so zum Matchwinner für ManUnited.
http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiastadion_Luschniki