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Olympiastadion "Adem Jashari" Mitrovica
(serbisch: Stadion Trepča, albanisch: Stadiumi Olympik Adem Jashari)
Kapazität     18.500 Plätze









Das Stadion wurde nach dem ehemaligen Industriekombinat bzw. dem Bergwerk Trepča nordöstlich der Stadt benannt. Von seiner Erbauung nach dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 1990er Jahre war es bzw. ist es noch formal das Heimstadion von KF Trepça.

Seitdem wird das Stadion zum Teil von der albanischen Bevölkerung als Stadiumi Olympik Adem Jashari bezeichnet, von der serbischen bzw. nicht-albanischen Bevölkerung weiterhin Trepča-Stadion. Aufgrund dieser politischen Situation ist der FK Trepča gezwungen, seine Heimspiele im benachbarten Zvečan, einer serbisch dominierte Gemeinde, auszutragen.


Das Trepča-Stadion wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Spielstätte für den FK Trepča gebaut. Das Stadio hatte in den späten 1970er Jahren während der Zeit des sozialistischen Jugoslawiens seine Blütezeit. Eine Saison lang empfing es die besten Vereine der ersten jugoslawischen Liga. 1978 war es auch Spielstätte um den Einzug ins jugoslawische Pokalfinale, welches Trepča überraschend auch erreichte, da es eher zu den kleineren Klubs im Land gehörte. 1979 war es auch Spielort eines Qualifikations-Spiels für die Europameisterschaft 1980, wo die jugoslawische Fußballnationalmannschaft Rumänien vor etwa 35.000 Zuschauern mit 2:1 besiegte.

Der FK Trepča trug seine Heimspiele im Stadion bis Ende der 1990er Jahre aus. Mit dem Ende des Kosovokriegs 1999 wurde die Stadt in einen Südteil mit kosovo-albanischer und einen Nordteil mit serbischer Bevölkerung aufgeteilt. Während des Krieges flohen zahlreiche Serben und Nicht-Albaner in den Nordteil der Stadt bzw. wurden vertrieben. Es folgten am 17. März 2004 die landesweiten pogromartigen März-Ausschreitungen gegen die serbische bzw. nicht-albanische Bevölkerung von Seiten extremistischer Albaner, was die Teilung der Bevölkerungsstruktur der Stadt verstärkte.

Das Trepča-Stadion befand sich nun in einem von Albanern dominierten Stadtteil. Somit war es der serbischen Mannschaft, dem FK Trepča, nicht mehr möglich, seine Spiele im Heimstadion auszutragen. Im selben Jahr gründeten die Albaner der Stadt den KF Trepça, der sich praktisch das Trepča-Stadion aneignete und ihm später einen albanischen Namen gab.

Das Trepča-Stadion wird daher von einem Teil der albanischen Bevölkerung als Stadiumi Olympik Adem Jashari bezeichnet, benannt nach Adem Jashari, einem Mitbegründer sowie zeitweiligen Anführer der paramilitärische Rebellenorganisation UÇK, während von der restlichen bzw. nicht-albanischen Bevölkerung es weiterhin Trepča-Stadion genannt wird. Aufgrund dieser anhaltenden schwierigen politischen Situation ist der FK Trepča gezwungen, seine Heimspiele bis auf Weiteres im benachbarten, 3500 Zuschauer fassenden Stadion von Zvečan auszutragen, eine von Serben bewohnte Gemeinde.

Am 13. Januar 2014 erlaubte ein Dringlichkeitskomitee der FIFA dem Kosovo, Freundschaftsspiele gegen FIFA-Mitgliedsverbände zu bestreiten. Das Hissen der Nationalflagge, die Nationalhymne sowie Trikots mit dem Nationalabzeichen waren allerdings untersagt.[5] Das erste offizielle Länderspiel fand am 5. März 2014 in Kosovska Mitrovica gegen Haiti statt. Das Spiel endete vor rund 17.000 Zuschauern im Trepča-Stadion 0:0.[6] Das Spiel wurde von den Medien als historisch bezeichnet.[7] Am 7. September 2014 gelang der Auswahl der erste Sieg, im Priština-Stadion besiegte man den Oman mit 1:0. Den Siegtreffer erzielte Imran Bunjaku in der 83. Minute per Elfmeter.[8][9] [10]



Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Trep%C4%8Da-Stadion