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AUGSBURG ARENA



































Die SGL arena (zwischenzeitlich auch Augsburg Arena und impuls arena) ist ein Fußballstadion in Augsburg, das am 26. Juli 2009 eröffnet wurde. Der Bau erfolgte von 2007 bis 2009 durch den Fußballverein FC Augsburg unter Beteiligung der Stadt Augsburg. Die Namensrechte an der Heimspielstätte des FCA besitzt seit der Saison 2011/12 die SGL Carbon SE.

Planungen

Geplant wurde das Stadion in zwei Ausbauphasen: Im 1. Bauabschnitt entstand das Stadion zuerst mit einem Rang. Insgesamt besitzt es 19.060 Sitzplätze und weitere 11.034 Stehplätze. Die Logen bieten weiteren 520 Gästen Platz und 46 Plätze wurden für Rollstuhlfahrer gebaut. Damit erreicht das Stadion eine Gesamtkapazität von 30.660 Plätzen. In einer möglichen zweiten Ausbaustufe soll das Stadion voll bestuhlt 39.880 Zuschauern Platz bieten, durch Umbau von Sitz- in Stehplätze erweiterbar auf 49.000. Am 16. November 2007 wurde mit dem Bau begonnen.

Ende Juli 2008 beantragten die Verantwortlichen des Stadionneubaus beim Augsburger Bauausschuss aus Kostengründen eine andere Außenfassade. Die gläserne, durchsichtige Hülle sollte durch eine Konstruktion aus Aluminiumrohren, welche man auch beleuchten kann, ersetzt werden. Auch eine Stahlseil-Konstruktion war im Gespräch, wurde aber wenig später wieder verworfen. Im Dezember 2008 stellte der FCA schließlich einen Bauantrag für die Aluminiumrohr-Konstruktion,[1] auf welche man sich im Februar 2009 einigte.[2] Kurzzeitig war auch eine Fassade aus Photovoltaikmodulen angedacht, wurde aber aus Kostengründen schnell verworfen. 2011 wurde der FCA von der Pflicht, eine Fassade zu bauen, entbunden.[3] Ein Abriss des Augsburger Rosenaustadions wird seit Februar 2009 nicht mehr erwogen.

Gelände und Finanzierung

Die neue Arena entstand im Augsburger Süden an der Bundesstraße 17 und erhielt einen Anschluss an das Straßenbahnnetz. Der Abstand zur Straße beträgt dabei nur rund 40 Meter.

Die HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH aus Neuss baute die Arena für 45 Millionen Euro als reines Fußballstadion ohne Leichtathletikanlage. Die angesetzten Baukosten von ca. 1300 Euro je Sitzplatz sind im Vergleich zu anderen Stadien niedrig.

Die Stadt Augsburg stellte das sechs Hektar große Grundstück im Planungsraum Göggingen[4][5] zur Verfügung und investierte ca. 13 Millionen Euro in die Infrastruktur, darunter einen Zuschuss von sieben Millionen Euro für die Außenanlagen und 2500 Parkplätze. Die Finanzierung der Stadionbaukosten von etwa 45 Millionen geschah
mit 25 Millionen Euro durch Mittel einer Gruppe um den FCA-Präsidenten Walther Seinsch,
 mit 5 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern und
 mit 15 Millionen Euro durch Kreditaufnahmen.

Klimaneutralität

Die SGL arena (früher impuls arena) ist das erste klimaneutrale Fußballstadion der Welt, obwohl die ursprünglich geplante Photovoltaikanlage nicht installiert wurde. Die Pläne für die Anlage an der Fassade wurden aus Kostengründen fallen gelassen. Die Pläne für die Parkplatzüberdachung scheiterten am zuvor festgelegten Begrünungsplan. Erreicht wurde die Klimaneutralität durch ökologische Wärmepumpen und sechs je 40 Meter tiefe Brunnen, die über Wärmetauscher die gewünschte Temperatur erzeugen. Ein Bioerdgas-Kessel liefert darüber hinaus die zu Spitzenlastzeiten während eines Spiels notwendige Energie.[7]

Hierfür erhielten der FC Augsburg, die Lechwerke AG und die Stadtwerke Augsburg den 12. KUMAS Umweltpreis.[8] Außerdem wurde das Stadion zu einem der „365 Orte im Land der Ideen“ im Jahr 2011 ernannt.

Am 29. Oktober 2009 war das Stadion beim Spiel der Frauen-Nationalmannschaft gegen die USA erstmals ausverkauft.[10] Gleichzeitig bedeutete dies die zu diesem Zeitpunkt zweithöchste Zuschauerzahl bei einem Frauenfußballspiel in Deutschland.

Am 7. August 2010 fand hier der DFL-Supercup statt, welchen der FC Bayern München mit einem Sieg gegen den FC Schalke 04 gewinnen konnte.[11]


Frühere Namen

Augsburg Arena
Impuls Arena (bis 2011)


Kapazität
30.660 Plätze
(In der 2. Ausbaustufe 49.000 Plätze)




http://de.wikipedia.org/wiki/SGL_arena