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Olympia Stadion zu München

Das Olympiastadion München war die zentrale Sportstätte im Olympiapark und Hauptort der Olympischen Sommerspiele 1972. Das Olympiastadion gilt als die bundesdeutsche Sportstätte, in dem die meisten internationalen Sportturniere ausgetragen wurden. Hier fand das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 statt. Zudem wurden hier zwei Endspiele der UEFA Champions League ausgetragen. 1991 gewann Rudi Völler mit seinem damaligen Club Olympique Marseille mit 1:0 gegen den AC Mailand. 1997 gewann hier Borussia Dortmund als erster deutscher Verein die Champions League im Finale gegen Juventus Turin.

Von 1972 bis 2005 war das Olympiastadion Heimatstadion des FC Bayern München, mit langen Unterbrechungen bis 2005 auch des TSV 1860 München. Die beiden Münchener Klubs zogen dann in die für die Fußball Weltmeisterschaft neu erbaute Allianz Arena um.
Nachdem München 1966 den Zuschlag zur Austragung der XX. Olympischen Sommerspiele erhielt, wurde nach einen Standort für die Sportstätten gesucht. Die Wahl fiel auf das etwa 3 km² große Oberwiesenfeld, das reichlich Gestaltungsmöglichkeiten bot. Als Konzept wurde „Olympische Spiele im Grünen“ gewählt, gleichzeitig wollte man sich an den Idealen der Demokratie orientieren.

Günther Behnisch entwarf daher ein Stadion, das in die Landschaft eingebettet wird. Das Olympiastadion ist daher zum Teil Erdstadion. Eine Zeltdachkonstruktion verbindet Stadion mit den Zugangswegen und dem Olympiapark. Erstmalig in Deutschland wurde auch eine Rasenheizung eingebaut.

Nach den Olympischen Spielen wurden im Olympiastadion hauptsächlich nationale und internationale Fußballspiele ausgetragen. Das auch für Leichtathletik ausgelegte Stadion war Schauplatz mehrerer internationaler Leichtathletikmeisterschaften. Ebenso wurden viele kulturelle Ereignisse wie zum Beispiel Popkonzerte im Olympiastadion veranstaltet. Das Olympiastadion löste das Augsburger Rosenaustadion als größtes bayerische Stadion ab.

Am 15. August 1973 wurde beim Spiel des TSV 1860 München gegen den FC Augsburg ein ewiger Zuschauerrekord des Olympiastadions aufgestellt, als nach einem frühen Führungstor der Löwen alle Dämme brachen und das Stadion von noch draußen wartenden Zuschauern gestürmt wurde. Schätzungsweise 90.000 Zuschauer wohnten dem Spiel bei.

Ende der 1980er Jahre wurde aus Sicherheitsgründen die Kapazität von etwa 80.000 auf 76.000 Zuschauer verringert.

Nachdem 1991 der Deutsche Fußball-Bund sich um die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2006 bewerben wollte, wurde die Frage nach einer Modernisierung des Olympiastadions wieder akut. Der FC Bayern München wollte schon lange das Olympiastadion in Richtung einer Fußballarena entwickeln, die FIFA hatte nun auch eigene Kriterien entwickelt, denen das Olympiastadion nicht mehr genügte. Nachdem die Umbaupläne nicht durch den Architekten Günter Behnisch genehmigt wurden und eine Aufhebung seines Vetos nicht zu erwarten stand, wurden Pläne für eine eigene Fußballarena, die heutige Allianz Arena, gemacht. Seit der Eröffnung der Allianz Arena finden im Olympiastadion keine Fußballspiele mehr statt. Das Hauptaugenmerk liegt nun auf kulturellen Veranstaltungen



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