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Übersicht Stadien
Köln - Rhein Energie Stadion
51.000 Plätze
Das RheinEnergieStadion ist eine Konzert- und Wettkampfstätte in
Köln-Müngersdorf. Sein Vorläufer war das 1923 an
gleicher Stelle erbaute „Müngersdorfer Stadion“,
welches 1975 neu errichtet wurde. Durch einen Sponsorenvertrag
trägt das Stadion derzeit den Namen des Kölner
Energieversorgers RheinEnergie.
Umgeben ist das Stadion seit dem ursprünglichen Bau von anderen
Sportanlagen: Eine Radrennbahn (Albert-Richter-Stadion), mehrere
Fußballplätze, ein Freibad, ein Reitstadion sowie das
Trainingsgelände des ASV Köln (Leichtathletik). Westlich
angrenzend befindet sich das Gelände der 1947 gegründeten und
seit 1960 hier residierenden Deutschen Sporthochschule. Ergänzt
wird es durch ein großzügiges Umfeld an
Grünflächen vor und hinter dem Stadion.
Mit dem im Versailler Vertrag vereinbarten Wegfall der Festungsanlagen
nach dem 1. Weltkrieg, verfügte die Stadt Köln über
einen breiten unbebauten Streifen am linksrheinischen Stadtrand, der
jetzt einer neuen Nutzung zugeführt werden konnte. (Siehe dazu den
Artikel Kölner Grüngürtel) Konrad Adenauer, Kölner
Oberbürgermeister und späterer Bundeskanzler (auf dessen
Initiative auch die Wiedergründung der Universität, die Messe
und die Fordansiedlung zurückzuführen sind) trieb den Bau
eines Stadions voran. Die Überlegung war es, den Kölnern
einerseits ein Angebot an Freizeit- und Sportflächen zu bieten und
andererseits eines modernes Stadion bereitzustellen. Das Stadion bot
Platz für etwa 80.000 Zuschauer und war damit zur Erbauungszeit
das größte Stadion Deutschlands.
Anfang der 20er Jahre wurden solche Sportstätten erstmals
verstärkt planmäßig durch Kommunen angelegt. Es ist
Teil eines gesamten städtebaulichen Ensembles und lässt sich
so in eine Reihe mit dem Stadion Rote Erde in Dortmund oder dem
Wedaustadion in Duisburg stellen. Selbst die Anbindung durch die
Straßenbahn war bereits miteingeplant. Damit gehörte es zu
Westdeutschlands modernsten Stadien seiner Zeit. Für 1936 dachte
man schon über die Austragung der Olympischen Spiele nach.
Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 war ein Neubau an gleicher
Stelle geplant. Dieser war dann jedoch zu teuer, sodass Köln kein
Austragungsort der WM wurde. Der dann in etwas kostengünstigerer
Form errichtete Neubau mit 61.000 Zuschauerplätzen wurde 1975
eröffnet. Dieses Stadion war das erste in Deutschland, bei dem
sämtliche Zuschauerplätze überdacht waren, was
mittlerweile bei Um- und Neubauten Standard ist.
Das heutige Stadion wurde 2003 fertig gestellt. Diesmal wurde das
Stadion etappenweise neu errichtet, sodass ein Umzug des FC Köln
während der Bauzeit nicht nötig war; allerdings war die
Zuschauerkapazität zwei Jahre lang eingeschränkt. Im
Gegensatz zu seinen Vorläuferbauten weist es keine
Leichtathletikanlagen mehr auf. Das knapp 51.000 Zuschauer fassende
Stadion ist im Jahr 2006 einer der zwölf Austragungsorte der
Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland gewesen.
Das Stadion wird überwiegend vom Fußball-Bundesligisten 1.
FC Köln genutzt. Seit dem Jahr 1926 spielt die SpVgg Sülz 07,
einer der beiden Vorgängervereine (der andere ist der Kölner
BC) bereits im Radstadion des „Müngersdorfer
Stadions“. Von 1967 bis 1978 trug Fortuna Köln seine
Heimspiele hier aus, ehe man ins Südstadion wechselte. In den 60er
Jahren spielte mit Viktoria Köln nochmals eine Kölner
Mannschaft in der Radrennbahn. Auch während der Bauzeit des 1975
eröffneten Stadions fanden die Spiele des 1. FC Köln in der
Radrennbahn statt. 1983 erlebte das Müngersdorfer Stadion mit dem
DFB-Pokalendspiel zwischen dem 1.FC Köln und Fortuna Köln ein
kölner Endspiel, das der FC mit 1:0 gewann. Seit 2004 wird im
RheinEnergieStadion auch American Football gespielt. Die Mannschaft von
Cologne Centurions trägt hier ihre Heimspiele in der NFL Europe
aus. International wurde die Sportstätte in der Saison 2004/2005
für die Heimspiele im UEFA-Pokal durch den damaligen
Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen genutzt. Im Rahmen des XX.
Weltjugendtages in Köln fand u.a. am 16. August 2005 im
RheinEnergieStadion der Eröffnungsgottesdienst mit Joachim
Kardinal Meisner statt. In der Nordtribüne des Stadions befindet
sich das FC-Museum, in dem die Geschichte des 1. FC Köln
vorgestellt wird.
Das RheinEnergieStadion wurde 2005 vom IOC (Internationales olympisches
Komitee) und der Internationalen Vereinigung Sport- und
Freizeiteinrichtungen e.V. mit einer Bronze-Medaille als eine der
besten Sportstätten weltweit ausgezeichnet. Beteiligt an diesem
Wettbewerb hatten sich insgesamt 93 Stadien und Sportstätten aus
25 Ländern.
Das Stadion wird außerdem als Veranstaltungsort für
Großkonzerte genutzt. Im alten Müngersdorfer Stadion traten
auf: The Rolling Stones, Tina Turner, Guns´n´Roses, Dire
Straits, Pink Floyd, AC/DC, U2, Die Toten Hosen, Michael Jackson,
Genesis, Bon Jovi, Robbie Williams, Simple Minds, Bryan Adams,
Marillion und Queen (Magic Tour).
Im neuen Stadion spielten Phil Collins, The Rolling Stones, Robbie
Williams (aus Platzmangel auf der Jahnwiese neben dem Stadion, zwei Mal
80.000 Zuschauer), Queen + Paul Rodgers (2005) und Die Ärzte (in
der Silvesternacht 2006). Geplant ist ein Auftritt von Herbert
Grönemeyer am 20. Juni 2007.
http://de.wikipedia.org/wiki/RheinEnergieStadion
05.02.08







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