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27.01.-30.01.2006 Spanien und Portugal mit Zwischenstopp in der Slowakei und England!!!


Eigentlich wollten Andi mit y und ich nach Spanien um die Austria im Trainingslager zu besuchen. Aber weil der Färöer gestörte Nationaltrainer kurzfristig ein Skitrainingslager in Dubai abhielt und uns eine umbuchen bei den Billigfluglinien zu teuer gekommen wäre, flogen wir halt so aus Spaß nach Iberien. Als ich am Freitag Morgen vom Nachtdienst heimkam, hatte ich noch satte 10 Minuten Zeit, meinen Vater beizubringen, dass ich nun 4 Tage unterwegs sein werde. Dann holte mich schon Andi mit y ab und wir fuhren nach Bratislava um in der Slowakei zu frühstücken. Unser Plan war in London das Mittagessen zu genießen, in Spanien das Abendmahl und in Portugal zu schlafen.

Wir flogen von Bratislava nach London Stansted. Den Flugbegleiter taugte unsere Cola Mischung nicht. Aber wegleeren wollten wir sie auch nicht. Also genossen wir weiter unser Colarot. Weil wir in London noch 6 Stunden Aufenthalten hatten, entschlossen wir uns in die Stadt zu fahren. Zunächst wechselte Andi mit y 100 € in Pfund um. Aber er bekam nicht 70 wie es normal ist, sondern 140 Pfund. Der Mann in der Wechselstube hat sich nicht verzählt, er hat uns nur einen „guten Wechselkurs“ gegeben. In der Stadt hielten wir uns beim Tower und dessen Seitengassen auf. Der wenige Tage davor gestrandete Wal wurde nicht gesehen. Andi mit y war vor Jahren mit seinem Auto hier und wollte die Tiefgarage suchen in der er damals schlief. Wir fanden sie nicht. Also zurück zum Airport. Die Zugfahrt nach Stansted dauerte fast eine Stunde. Einen Zug später und wir hätten den Flieger versäumt. Zum Check In kamen wir rechtzeitig. Der Sicherheitskontrolle dauerte unerwartet länger. Unsere Digicam wurde für eine BOMBE gehalten. Viel Zeit blieb uns nicht mehr bis zum Abflug. Weil das Ganze noch so schön war, wussten wir gar nicht zu welchem Abflugsteig wir mussten. Da eine rasche Entscheidung notwendig war, entschlossen wir uns für die falsche Richtung!

Als wir dann eine Minute zu spät beim richtigen Gate waren, verweigerte uns man den Eingang. Ich kämpfe noch um eine Mitnahme, aber außer den Namen „Mr. Malaga“ bekam ich von der Bodencrew nichts. Man bot uns einen Flug für Samstag Morgen für den Gesamtpreis von 76 Pfund an. Das Geld hatten wir, weil der Bankangestellte uns doch einen guten Kurs gab. Also buchten wir. Den Frust versuchten wir mit Guinnes zum Preis von 5 € zu beseitigen. Mit 100 anderen Passagieren mussten wir am Flughafen schlafen. Leicht war das nicht. Immer wieder fuhr jemand mit der motorisierten Kehrmaschine vorbei und sorgte für unnötigen Lärm. Sonst verlief die Nacht ohne gröbere Zwischenfälle.

Morgen! Weil wir uns dieses mal pünktlich vor dem Gate aufhielten, versäumten wir diesen Flug nicht. Zur Mittagsstunde erreichten wir Malaga. Nur noch 8 Stunden Zeit bis zum Ankick im 700 km entfernten Lissabon. Wir wollten unser Mietauto abholen. Da kamen die nächsten Troubles auf uns zu. Leider kam der Mann beim Schalter drauf, dass es sich nicht um die Kreditkarte von Andi mit y sondern von seiner Stiefmutter handelte. Man wollte uns die Automietung verweigern. Hier kämpften wir auch weiter. Ein Beglaubigungsfax aus Österreich reichte um nach einer Stunde doch noch das Auto zu bekommen. Weil Andi mit y schon nervös war und auf das Lissaboner Stadt Derby keine Lust mehr hatte, entschloss ich mich die weite Strecke zu fahren. Das ideale Wetter und der nicht vorhandene Verkehr halfen mir dabei, die Strecke in keine 7 Stunde zu meistern. Was wir auf der Fahrt alles sahen. U.a. ein Gefängnis und das EM Stadion zu Faro. Da Portugal zeitmäßig eine Stunde hinterher ist, hatten wir noch eine Stunde Zeit das Stadion zu finden. Über die längste Brücke Europas (Vasco da Gama Bridge, die Überfahrt kostet 2,60 €!) kamen wir in das Stadtzentrum. Das Stadion hatten wir schon gefunden. Leider war es das von Sporting. Obwohl das Benfica Stadion nur 2 km weiter weg war, brauchten wir sehr lange bis wir es fanden. Wir parkten unseren VW Caddy in der Tiefgarage des anliegenden Einkaufszentrum. Dann wurde uns klar dass das Stadion ausverkauft ist.

Sa 28.01.06
Benfica Lissabon – Sporting Lissabon 1-3
63.000 Fans, Lissabon, Benfica Stadion, Portugal 1. Liga


Am Schwarzmarkt kauften wir eine Karte die regulär 20 € kostete, uns für 40 € angeboten wurde, um 30 €. Vor Anpfiff begeisterte noch eine Adlershow (der Adler ist das Symbol für Benfica) die anwesenden Fans. Die Auswärtsfans war mit ca. 2.000 Leute vertreten. So groß war auch der Sektor der Ultras Benfica. Wie erwartet ging Benfica in diesem Derby 1-0 in Führung. Es war ein Elfmeter. Ich würde den Spielverlauf nicht als „Welt“ bezeichnen, aber die anwesende Menschenmasse schon. Da ist es ganz normal, dass bei einem Derby 60.000 dabei sind. Und nicht wie bei uns, dass man sich einmal in 10 Jahren freuen darf, wenn mal mehr als 40.000 kommen. Sporting drückte und drückte. Immerhin schaute ein Stangenschuss raus. Der Benfica Schlussmann musste sich einige Male auszeichnen. Irgendwann brach die Gegenwehr. Der Ausgleich wurde von Sporting erzielt. Weil Benfica aber nichts für das Spiel machte und die Gäste immer stärker wurden, waren die bald mit 1-2 in Führung. Bei Benfica klappte jetzt aber wirklich nichts. Man versuchte zwar noch alles, aber richtig war da nichts. Die Benfica Fans verstummten schon und die Sporting Fans feierten schon einen vollen Erfolg. Kurz vor dem Schlusspfiff schossen die Gäste auch noch das 1-3. Die Ränge der Benfica Fans leerten sich rasch. Den Gästen störte das nicht. Sie feierten noch lange, und das nicht nur in ihrem Sektor.

Für uns hieß es Auto mit spanischem Kennzeichen suchen. Nach dem das erledigt war, fuhren wir zum McDreck essen. Irgendwo in der Stadt fanden wir dann noch eine ruhige Bleibe wo wir unser Auto abstellten um dort zu schlafen.

Um 6 Uhr Morgens wollte Andi mit y abfahren. Mir war das egal und darum schlief ich noch ein wenig. Kurz vor Spanien erwachte auch ich. Trotz gemütlichen Fahrens erreichten wir noch am Vormittag Sevilla. Das Stadion fanden wir schnell. Warum dort aber nichts los war wussten wir erst, als uns klar wurde dass wir beim Stadion von Betis waren. Also suchten wir weiter. Wir fanden ein Gebäude das einem Stadion ähnlich war. Es war das Olympia Stadion. Doch das war auch das falsche. Wir suchten weiter. Wieder fanden wir ein komisches Gebäude. Das war aber eine Stierkampfarena.


Mit einer Pause bei Burger King wollten wir die Suche für ein Mittagessen unterbrechen. Doch weil die Angestellten dort schon Mittagspause machten, fuhren wir weiter. Merda Siesta! Wir kamen zur Abwechslung in einen anderen Stadtteil. Und was war? Wir standen vor dem FC Stadion. Das Auto kam wieder in die Parkgarage. Für 30 Euro kauften wir die billigste Karte. Diesmal legal. Die wenigen Stunden bis zum Ankick verbrachten wir an einer Bar. Die Eislauffläche vor dem Stadion (da waren nicht nur viele Leute drauf, sonder auch viele Wasserlacken!) schockierte uns nicht so, wie ein gefälschte Rapid Wappen aus dem Jahre 1929(?!) auf der Stadion Wand. Dort waren nur gefälschte Klubwappen zusehen.

So 29.01.2006 

FC Sevilla – Villarreal C. F. 2-0

Geschätze 40.000 Fans,

Sevillia, Estadion Ramon Sanchesz Pizjuan , Spanien Premiera Division



Eine Runde um das Stadion, und dann beim richtigen Eingang rein. Um 17 Uhr war Anpfiff. Eine Interrasante Partie stand bevor. Immerhin geht es für beide Teams noch um einen Champions League Startplatz. Auswärtsfans waren keine anwesend. Hinter einem Tor fand sich die Stimmungsmacher vom FCS ein. Öfters zeigten sie Fahnen und ein wenig rauch. Ein sehenswertes Spiel, bei dem Sevilla problemlos 2 Tore schoss und zu null gewann. Unglaublich dass Villareal im Champions League Achtelfinale steht. Wenn man sich so das Stadion ansah, merkte man dass schon im Jahre 1958 dort Fußball gespielt wurde. Die Stadionneubauwelle hat Spanien noch nicht erreicht.


Nach dem Schlusspfiff fuhren wir noch ca. 200 Kilometer durch ein Gebirge, bis wir Gibraltar erreichten. Eben in diesem britischen Hoheitsgebiet wollten wir noch Abendessen. Aber leider hatte um Mitternacht schon alles zu. Einzig erfreute uns der Anblick des beleuchteten Felsen von Gibraltar. Wir fuhren noch weiter durch die verregnete Landschaft bis Marbella wo in wenigen Stunden unsere Austria eintreffen wird. Dort verbrachten wir die 2. Nacht im Auto.


Früh Morgens wurden wir durch einen Autounfall unsanft geweckt. Erst waren nur 2 Autos verwickelt, als wir wegfuhren waren es schon 4. Wir suchten das Trainingsgebiet „Marbella Paradies of Football“. Aus zeitlichen Gründen mussten wir die Suche einstellen. Wir fuhren die letzten 40 km (insgesamt fuhren wir 1.782 km quer durch Iberien) nach Malaga um das Auto am Flughafen abzugeben. Dort fotografierten wir uns mit einem Plakat, auf dem „Wir waren hier und wo ward ihr“ stand. Dieses Foto wurde eine Woche später der Austria per Post aus Spanien zugesandt. Der Heimflug über London verlief ohne Probleme. Am späten Abend erreichten wir dann wieder unser kaltes Österreich.


Frühstück in Bratislava (Oben)

Geplanter kurzer Aufenthalt in London (Unten)



Verlängerter Aufenthalt in London!


Irgendwo in Südiberien




                                                                                                                      EM Stadion zu Faro



Vasco da Gama Bridge (mit 17.185 Metern die längste Brücke Europas.Mautpflichtig!)


                                                                                                                     Stadion von Sporting Lisboa














 






 




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