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FC St.Gallen - FC Basel 3-2
Sonntag 30.7.2006 Schweiz 1. Liga 3. Runde Espenmoos - 10'000 Zuschauer


Nachdem Austria Wien schon am Samstag spielte, hatte ich den Sonntag mehr oder weniger frei. Also entschloss ich mich für ein Spiel in der Schweiz. Noch vor 5 Uhr Morgens brachte mich mein Vater Richtung Wien, wo mir dann eine lange Zugfahrt bevorstand. Die meiste Zeit dieser Zugfahrt verbrachte ich im Schlaf. Was besser so war, denn dann konnte ich keinen Blödsinn machen. In Feldkirch musste ich zum ersten mal den Zug wechseln. Das konnte ich noch Problemlos meistern. In Buchs stieg ich vom Zug aus und hörte aus dem Lautsprecher irgendwas mit Bahnsteig eins und St.Gallen. Also stieg ich dort ein. Diese Fahrt hätte fast eine Stunde dauern sollen, aber als sie schon nach 20 Minuten zu ende war, schöpfte ich verdacht, dass ich falsch unterwegs war. Ich war in Sargans. Na, keine Ahnung wo das schon wieder ist! Auf einer Landkarte vergewisserte ich mich nach der Lage dieses Städtchens. Ich war total verkehrt. Ich hätte in Buchs Richtung Norden müssen, ich fuhr jedoch „ab in den Süden“. Beim Fahrplan konnte ich ablesen, dass der nächste Zug nach St.Gallen ein knapp einer halbe Stunden gehen würde. Weil es aber ein Regionaldingsbums war, informierte ich mich am Schalter nach der Ankunftszeit des Zuges in St.Gallen. Die nette Dame erklärte mir, dass der Zug über 5 (!) Stunden fahren würde. Somit wäre das Spiel zum vergessen. Ich erkundigte mich nach einer anderen Variante. Doch lt. Schalterdame gab es keine Andere. Ich ging noch mal zum Fahrplan und erkannte dass gleich ein Zug nach Buchs zurück fährt. Den wollte ich nehmen. Doch zuvor hob ich noch Geld vom Bankomaten ab. Irgendwie habe ich mich verdrückt, und es kamen 500 CHF raus. Ein Abbruch war unmöglich. Im Zug nach Buchs erfuhr ich die Anschlussmöglichkeit nach St. Gallen. 

So kam ich ca. 5 Minuten vor Spielbeginn in St. Finden an. Weil 2 Mädls in St. Gallen „Uniform“ am Bahnsteig waren, wurde ich hellhörig. Ich sprang von meinen Platz auf und eilte zum Ausgang. Der Zug rollte schon, als ich mich beim Schaffner über das Stadion vergewisserte. Zum Glück war der Zug noch nicht so schnell und ich konnte noch rausspringen. Die 2 Mädls brachte mich zum Stadion. Ich kam keine 3 Minuten zu spät ins Stadion. Für 20 CHF kaufte ich mir eine Karte für den Heimfansektor. Das Stadion selbst ist nicht mehr das Jüngste. Aber die Stimmung der St. Gallen Fans war echt großartig. Die Haupttribüne erinnerte mich in Kleinformat an Udine. Die Basel Fans waren hinter dem andern Tor untergebracht. Sie hatten ein Transparent dabei bei, auf dem „Daheim Verboten – Auswärts nicht zu stoppen“ stand. Aber mit schweizer Dialekt. Die Hütte war mit 10.000 Fans fast voll. Fast deswegen, weil knapp 11.000 rein passen. Einen freien Platz konnte ich jedoch nicht erkennen. Schon in der 9. Minute ging St. Gallen mit 1-0 in Front. Torschütze war der Publikumsliebling Aguirre. Das Spiel war weit über den österreichischen Tempo zu stellen. Kein Wunder dass wenige Tage zuvor der FCZ aus der Schweiz, die Dosen aus Österreich leer machten. Kurz vor der Pause erhöhte der Publikumsliebling noch auf 2-0. Er freute sich zu sehr über dieses Tor und kassierte gleich eine Gelbe Karte. 

In der Halbzeitpause wurde den Basler Fans eine Abkühlung geboten. Der Platzwart nahm den Gartenschlauch und spritze die Basler ab. Denen gefiehl das, standen sie ja ganze Zeit in der prallen Sonne! SchiedsrichterIN dieser Partie war Petignat Nicole. Leitete nicht sie damals das Spiel FK Austria Wien gg Schwarz/Weiß Bregenz, als das Spiel wegen zahlreicher Fans am Spielfeld über 30 Minuten unterbrochen werden musste? Bei jeder Entscheidung gegen St. Gallen hörte man von den Heimfans „Nicole an den Herd!“. Die Halbzeit 2 begann. Trotz des Rückstandes feierten die Gäste ihr Elf noch immer an. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff wurde auf 2-1 verkürzt. Bei den Basler Fans kam Hoffnung auf. Aber nicht lange, denn der Publikumsliebling schlug zum 3. mal zu. 3-1. Trotz diesen Zwischenstand rannten alle brav weiter. 5 Minuten vor Schluss kam Basel zum 3-2. St. Gallen wurde nervös. Sie waren erst jetzt auf Ergebnis halten drauf. Das schafften sie dann auch. Mit diesen Sieg in der 3. Runde rutsch St. Gallen auf Platz 4. Basel ist danach 6. 

Nach dem Spiel wartete ich noch bis sich das Stadion leerte. Mir wurde das Alter des Stadions immer bewusster. Danach machte ich mich schon zum Bahnhof auf. Dort stand der Sonderzug nach Basel bereit. Hier verlief beinahe alles ruhig. Nur einmal wurde die Notbremse gezogen. Mehr war da nicht. Für mich ging es dann über Bregenz mit dem Nachtzug nach Hause. Einige Kilometer hatte ich die Ehre mit Tirol Fans zu verbringen, weil sie in Altach waren. Hatte ich meine Tour genauer geplant, hätte ich mir auch das Spiel ansehen können. Aber was solls. Um 9 Uhr Vormittags wurde ich dann von Christoph noch vom Bahnhof abgeholt. Am Nachmittag musste ich schon wieder in die Arbeit.